Guten Morgen :)
Grade aufgestanden, bin ich (fast) frisch und munter und motiviert, den Rest meiner Geschichte zu erzählen :)
Aus Mar del Plata bin ich Dienstagmorgen um sieben zurückgekommen. Ich bin nachts dort losgefahren, und um sieben war der Bus an meinem Terminal in Liniers. Dann musste ich noch heimfahren, da hab ich mich mit meinem Rucksack mehr wie ein Zombie als wie irgendwas anderes durch die Stadt und die Busse bewegt... aber Gott sei Dank kenne ich mich dort, von wo ich nach Hause fahren musste, sehr gut aus, daher war das kein Problem. Überhaupt kenne ich mich inzwischen in sehr vielen Ecken der Stadt sehr gut aus, weiß welcher Bus wohin fährt, welche Nummer oder welches Kartell ich nehmen muss um auch da anzukommen, wo ich hinwill... das cuadra-System erleichert natürlich die Orientierung ungemein, dadurch ist es einfach, Parallellen herzustellen und sich zu merken, wo man ist. Und natürlich gibt es auch immer noch den Guia T, der für jeden, der hier lebt, unverzichtbar ist. Es ist ein Stadtplan mit allen Bus-, Bahn- und Subtelinien, das erste Mittel wenn man rausfinden will, wie man irgendwo hinkommt. Es gibt ihn in klein für Capital und auch in groß für ganz Provincia. Einmal waren wir schon nachts ohne Guia T unterwegs, das war gar nicht so lustig... diesen guten Freund sollte man eben wirklich immer dabeihaben, wenn man wo hinfährt wo man sich nicht auskennt.
Soviel dazu. :) Ich war auf jeden Fall Dienstagmorgen wieder daheim, hab noch Carina getroffen die schon halb auf dem Weg zur Arbeit war (sie arbeitet oft Frühschicht) und hab mich erstmal nochmal in mein Bett geschmissen. Um drei hab ich mich dann auf den Weg in die Arbeit gemacht, es war sehr gut dass ich in dieser Woche am Dienstag erst um fünf arbeiten musste.
Diese Woche bestand im Kinderprogramm aus einer einzigen Sache: Üben. Üben für die Geburtstagsfeier von San Pablo, auf die sich alle schon eifrig vorbereiteten. Jede Gruppe sollte etwas präsentieren, oder vorführen, oder sich sonst irgendwie einbringen. Was ich sehr schade fand, dass wir in manos con colores nicht im ganzen Team besprochen haben, was wir machen werden, sondern auf einmal eine Idee da war, die wir dann umsetzen mussten. Mir persönlich haben diese Ideen nicht wirklich gut gefallen, aber am Ende haben wir alles so durchgeführt. Die kleinen Mädels haben eine Art Modenschau gemacht, die Mittleren und Großen teilweise getanzt und teilweise gesungen. Meine Arbeitswochen bestanden bis zum Fest nur aus Übung, und ich war meistens bei den Tänzern dabei. Diese Tänzer haben sich als Lied Tirate un Paso von den Watchiturros ausgesucht. Was auch sonst... Für alle, die im Moment genauso unter dem Phänomen Watchiturros leiden, tut es mir jetzt leid, aber ich muss mal kurz erklären, was es mit dieser Sache auf sich hat.
Die Watchiturros sind eine Gruppe, die momentan das Angesagteste vom Angesagten sind. Man könnte sie ein bisschen mit Tokio Hotel vergleichen, nicht was die Musik angeht, sondern mit dem, was sie auslösen. Die einen finden sie furchtbar und distanzieren sich ganz vehement davon, sie jemals angehört zu haben (das sind hier die Jugendlichen so ab 16 Jahren) und die anderen sind ermaßen vernarrt und begeistert, schneiden sich die Haare genau wie die Gruppe, tragen die gleichen Klamotten, üben den ganzen Tag die Tänze und können alle Texte auswendig (das wären dann die meisten unter 16 Jahren). Ich wusste gar nicht, dass die Watchiturros mehr Lieder als nur eines haben, weil ich höre immer nur eins (oder es waren verschiedene und sie hören sich einfach nur alle gleich an...). Naja auf jeden Fall hört man das hier jeden Tag an allen Ecken ständig und überall. Man kann ihnen nicht entkommen. Und ich habe zwei Wochen lang, jeden Tag vier oder fünfmal am Stück dieses Lied anhören müssen, weil die Kinder immer wieder den Tanz geübt haben. Es war nicht lustig, das kann ich euch sagen. Inzwischen kann ich den gesamten Text auswendig, singe automatisch mit wenn ich es höre, und frage mich was eigentlich passiert ist, weil ich es immer noch genauso bescheuert und schlecht finde wie am Anfang. Und trotzdem könnte ich sogar mittanzen wenn ich wollte, die Schritte hab ich alle drin...
Ja das war... interessant das Ganze. Ich war dann schon froh, wenn ein Kind weggelaufen ist oder irgendwas war, damit ich was tun und der Musik entkommen konnte... :D
Die großen Mädels haben ein Lied geübt, das ich sehr viel schöner finde und auch nicht mehr aus meinem Kopf bekomme, sobald ich es einmal angehört habe. klick mich zum Anhören.
Ja. Das waren die großen Themen dieser Woche. Es war alles ein bisschen wild und durcheinandern, die Gruppen waren die ganze Zeit gemischt weil jeder woanders mitgemacht hat, dadurch kam sehr viel Unruhe auf. Außerdem befinden wir uns am Ende des Jahres, bald hört die Schule auf, die Kinder haben fast ein Jahr Programm in San Pablo hinter sich, es wird heiß und alle wollen nur Sommerferien.... Da gibt es immer wieder ein ziemliches quilombo (Chaos ;) aber wir kriegen es meistens noch irgendwie hin.
Achja, noch eine Sache die in dieser Woche passiert ist, die ich ziemlich spannend fand. Weiß ja nicht ob euch das auch so geht, aber ich erzähl's einfach mal: Nach dem Wochenende in Mar del Plata war mein erstes Erinnerungs-Tagebuch voll. Drei Monate Argentinien, komprimiert in einem Block. Guckstu:
Ja. Soviel zu dieser Woche. Am Wochenende habe ich samstags nach der Arbeit zusammen mit anderen Freiwilligen das Projekt von Konrad, meinem Mitbewohner, besucht, weil das Projekt 25 Jahre alt wurde und ein Fest gefeiert wurde. Es war wirklich schön, noch ein anderen Umfeld, ein anderes Projekt, einen anderen Arbeitsplatz kennenzulernen. La Paloma heißt das Projekt, und es ist wirklich sehr schön, mit viel Platz und das Programm und die Organisation wirkten auf mich sehr gut. Das ist natürlich nur der Eindruck, den ich an einem besonderen Tag im Projekt bekommen habe, aber dieser erste Eindruck war sehr sehr positiv. :) Insgesamt kenne ich jetzt schon fünf verschiedene Projekte, und alle sind irgendwie anders toll. Das finde ich sehr spannend, auch mal zu sehen wie es woanders läuft. Aber wie beeindruckt und begeistert ich in dem Moment auch immer bin, am Ende wird mir immer wieder klar dass ich das allerbeste Projekt von allen habe! ;)
Das Fest in La Paloma war auf jeden Fall sehr schön, als wir ankamen war gerade ein Clown dabei, die Kinder zu unterhalten, und das Essen war fast fertig. Es gab dann verschiedene kurze Ansprachen, einen Rap der Jugendlichen und eine Murga (klick). Leider hat es auf halber Strecke total angefangen zu schütten, das Gewitter hatte sich schon den ganzen Tag aufgebaut, und eigentlich waren wir alle froh, dass die schwüle Hitze sich ein wenig abgekühlt hat, aber für das Fest war es natürlich trotzdem sehr blöd. Die Murga wurde dann einfach im Regen getanzt, und die haben so Stimmung gemacht, dass das Wetter eigentlich schon wieder egal war :)
Bilder finde ich leider grade keine, vielleicht hat da nur Konrad mit seiner Kamera welche gemacht... werde ich mal rausfinden, vielleicht kann ich dann noch welche hochladen!
Mittwoch, 30. November 2011
Dienstag, 29. November 2011
Mar del Plata
Der letzte Eintrag endet mit dem Wochenende vor gut drei Wochen. Die Woche danach ist wieder verflogen als wäre es nur ein Tag gewesen. Wir hatten angenfangen, mit den Kindern für den 26. November zu proben, an dem Casa San Pablo Geburtstag feiert und wir ein Fest gemacht haben. Dadurch war die Aktivität verplant, alle Gruppen gemischt, und es gab mit den Kindern relativ wenige Probleme. Im Gegenteil habe ich in dieser Woche sogar zu einigen meiner 'Großen' einen Zugang gefunden und meine Autorität ein bisschen gefestigt.
Am Samstag, den 12. November, habe ich mich dann morgens um sieben aufgemacht nach Mar del Plata. Mar del Plata ist eine Stadt fünf Stunden südlich von Buenos Aires, die DER Ferienort schlechthin für porteños (Einwohner von BsAs) ist. Am Meer gelegen, eine Großstadt aber trotzdem nicht so groß wie die Hauptstadt, mit einem schönen Stadtkern und auch vielen Kulturangeboten. Ich habe dort zwei andere Freiwillige besucht, die in Mar del Plata leben und arbeiten. Es war sehr sehr schön, mal rauszukommen, was anderes zu sehen, mit anderen Leuten zu reden, Erfahrungen mit einem Freiwilligen auszutauschen, den ich nicht oft sehe. Ich habe viel geredet an diesem Wochenende, und sonst habe ich mich einfach nur entspannt. Am Samstag kam ich mittags an, nach meiner ersten Reise im Autobus in Argentinien! :) War sehr angenehm, natürlich klimatisiert aber nicht zu kalt, mit viel Platz für mich, meine Beine und meine Sachen. Mein Rucksack hat auch seine erste (von mir durchgeführte) Bewährungsprobe bestanden. Nur wenn ich länger verreisen will sollte ich ihn dann doch besser ein bisschen früher, sorgfältiger und in wacherem Zustand packen, dann geht auch mehr rein ;)
Ich kam also Samstagmittag an, wurde vom Terminal abgeholt, habe dann meine Sachen in der Wohnung abgeladen und danach sind wir sofort zum Strand gefahren. Haben den Rest des Nachmittags dort verbracht, waren dann abends im Kino und Eis essen. An dem Wochenende war gerade Filmfestival in Mar del Plata, deshalb hab es viele Filme zu günstigen Preisen. Leider waren auch viele Leute da, so dass für die drei Filme, die wir sehen wollten, keine Karten mehr da waren. Weil wir aber unbedingt ins Kino wollten (und für $8, sprich mit dem Wechselkurs von heute 1,40 € auch der Film eigentlich egal war) sind wir dann einfach in den Film, für den noch Karten da waren. War am Ende eine Art Dokumentation in einzelnen Kurzgeschichten über die Januar-Revolution in Ägypten in diesem Jahr. Sehr interessant, wir haben am Ende nicht bereut dass wir reingegangen sind ;)
Den ganzen Sonntag über haben wir dann am Strand verbracht, und es war einfach nur herrlich, rumliegen, ausspannen, wenn's zu heiß wurde kurz ins Meer hüpfen... Dieses Wochenende war das erste, an dem es so richtig warm war und die ganze Zeit die Sonne schien. Da habe ich ein Riesenglück gehabt! Habe an dem Wochenende fast ein Kilo Eis gegessen (nein nicht auf einmal, aber man kann hier ja Eis in cuartos, also Viertelkilos, kaufen, und das mehrmals... ergibt einiges ;) und mich so dermaßen wie im Urlaub gefühlt... ich hatte mich total aus meinem Leben ausgeklinkt, alles mal in Buenos Aires gelassen (naja fast alles...) und das hat mir gut getan. Am Montag war ich dann mit in den Projekten, da ich ja noch frei hatte wie jeden Montag aber die anderen beiden nicht. Das war auch sehr spannend, andere Projekte und andere Arbeit zu sehen, und es hat mir gezeigt, wie toll viele Sachen sind, die hier auf die Beine gestellt werden und die wir Freiwilligen mit unserer Arbeit unterstützen.
An dieser Stelle nochmal danke an Lilly für die tolle Zeit, ich komme bestimmt bald wieder!
Jetzt noch ein paar Eindrücke:
Ein sehr schönes Wochenende und eine tolle Zeit!
Das war's für heute von mir, morgen ist ein neuer Tag und sehr bald geht es weiter mit den restlichen zwei Wochen, die in der Berichterstattung noch fehlen!
Buenas noches! :)
Am Samstag, den 12. November, habe ich mich dann morgens um sieben aufgemacht nach Mar del Plata. Mar del Plata ist eine Stadt fünf Stunden südlich von Buenos Aires, die DER Ferienort schlechthin für porteños (Einwohner von BsAs) ist. Am Meer gelegen, eine Großstadt aber trotzdem nicht so groß wie die Hauptstadt, mit einem schönen Stadtkern und auch vielen Kulturangeboten. Ich habe dort zwei andere Freiwillige besucht, die in Mar del Plata leben und arbeiten. Es war sehr sehr schön, mal rauszukommen, was anderes zu sehen, mit anderen Leuten zu reden, Erfahrungen mit einem Freiwilligen auszutauschen, den ich nicht oft sehe. Ich habe viel geredet an diesem Wochenende, und sonst habe ich mich einfach nur entspannt. Am Samstag kam ich mittags an, nach meiner ersten Reise im Autobus in Argentinien! :) War sehr angenehm, natürlich klimatisiert aber nicht zu kalt, mit viel Platz für mich, meine Beine und meine Sachen. Mein Rucksack hat auch seine erste (von mir durchgeführte) Bewährungsprobe bestanden. Nur wenn ich länger verreisen will sollte ich ihn dann doch besser ein bisschen früher, sorgfältiger und in wacherem Zustand packen, dann geht auch mehr rein ;)
Ich kam also Samstagmittag an, wurde vom Terminal abgeholt, habe dann meine Sachen in der Wohnung abgeladen und danach sind wir sofort zum Strand gefahren. Haben den Rest des Nachmittags dort verbracht, waren dann abends im Kino und Eis essen. An dem Wochenende war gerade Filmfestival in Mar del Plata, deshalb hab es viele Filme zu günstigen Preisen. Leider waren auch viele Leute da, so dass für die drei Filme, die wir sehen wollten, keine Karten mehr da waren. Weil wir aber unbedingt ins Kino wollten (und für $8, sprich mit dem Wechselkurs von heute 1,40 € auch der Film eigentlich egal war) sind wir dann einfach in den Film, für den noch Karten da waren. War am Ende eine Art Dokumentation in einzelnen Kurzgeschichten über die Januar-Revolution in Ägypten in diesem Jahr. Sehr interessant, wir haben am Ende nicht bereut dass wir reingegangen sind ;)
Den ganzen Sonntag über haben wir dann am Strand verbracht, und es war einfach nur herrlich, rumliegen, ausspannen, wenn's zu heiß wurde kurz ins Meer hüpfen... Dieses Wochenende war das erste, an dem es so richtig warm war und die ganze Zeit die Sonne schien. Da habe ich ein Riesenglück gehabt! Habe an dem Wochenende fast ein Kilo Eis gegessen (nein nicht auf einmal, aber man kann hier ja Eis in cuartos, also Viertelkilos, kaufen, und das mehrmals... ergibt einiges ;) und mich so dermaßen wie im Urlaub gefühlt... ich hatte mich total aus meinem Leben ausgeklinkt, alles mal in Buenos Aires gelassen (naja fast alles...) und das hat mir gut getan. Am Montag war ich dann mit in den Projekten, da ich ja noch frei hatte wie jeden Montag aber die anderen beiden nicht. Das war auch sehr spannend, andere Projekte und andere Arbeit zu sehen, und es hat mir gezeigt, wie toll viele Sachen sind, die hier auf die Beine gestellt werden und die wir Freiwilligen mit unserer Arbeit unterstützen.
An dieser Stelle nochmal danke an Lilly für die tolle Zeit, ich komme bestimmt bald wieder!
Jetzt noch ein paar Eindrücke:
| Rebekka vor der Abfahrt |
| Busterminal |
| Ciao Buenos Aires! |
| Der Strand :) |
| Pures Glück + Entspannung |
| die wilde See ;) |
| ... und der wunderschöne Himmel. |
| Sommerfeeling im November. Es ist ja auch fast Sommer... |
| Sandengel. |
| ... und das Stück Strand, das ich mir mit nach Hause genommen habe :) |
Das war's für heute von mir, morgen ist ein neuer Tag und sehr bald geht es weiter mit den restlichen zwei Wochen, die in der Berichterstattung noch fehlen!
Buenas noches! :)
Erlösung
Heute regnet es. Gott sei Dank regnet es! Wir warten seit vier Tagen darauf, solange (oder noch länger) ist es auch schon gemeldet. Merke: Der Wetterbereicht in Argentinien ist genauso unzuverlässig wie in Deutschland! Wobei mich das nicht so tangiert, ich bekomme das nur hin und wieder über irgendwen anders mit was gemeldet ist, da ich in meinem Alltag weder Fernseh schaue noch Radio höre. Zum Radio hören habe ich keine Zeit, das hätten wir sogar in der Wohnung. Aber wenn ich doch mal höre finde ich dann auch selten einen richtigen Sender... Tja und mit Fernsehen ist ja auch eh nichts.
Soviel dazu. Auf jeden Fall regnet es heute endlich. Und es tut SO gut. Die letzten Tage waren unerträglich warm, ich habe noch nie so eine allgegenwärtige allumfassende Hitze erlebt. Jetzt kann ich auch verstehen, warum Südamerikaner sich mindestens zweimal am Tag duschen, das mache ich auch schon. Es ist auch einfach notwendig, sonst hält man es nicht aus. Ich freue mich schon auf den Sommer, wobei ich nicht weiß wie sich das Ganze noch steigern kann... aber ich bin sicher dass mit das Wetter demonstrieren wird wie das noch gesteigert werden kann... ;)
Während ihr wahrscheinlich in Deutschland friert, mit Jacken und Mützen rumlauft, schwitze ich in allem was ich anhabe, kann nachts nicht schlafen und bin inzwischen schon so braun geworden, wie ich es in Deutschland noch nie war. Wie ich es eigentlich noch nie in meinem Leben war... Die Fahrt in die Arbeit macht so noch mehr Spaß, am liebsten mag ich das schmatzende Geräusch, wenn man aus dem Bussitz aufsteht und das Top und die Hose sich wieder vom Sitz lösen... sehr angenehmes Gefühl :D
So richtig heiß ist es aber auch erst seit einer Woche ungefähr. Wir schlafen mit Ventilator und reißen abends alle Fenster auf, so lässt es sich ein bisschen aushalten. Naja das kann ich grade gut sagen, wo die kühle Nach-Gewitter-Regen-Luft ins Zimmer strömt und man endlich mal wieder durchatmen kann. Aber ich will mich nicht beschweren, hier ist das eben so, und es gefällt mir ja eigentlich auch :) So kann man auch nachts um elf noch mit Top durch die laue Nachtluft wandern, und außerdem hat man immer ein Gesprächsthema, denn die Argentinier reden mindestens genauso viel übers Wetter wie die Deutschen ;)
Soweit mal zur aktuellen Situation. Heute habe ich Deutsch gemacht, gekocht und Kinderprogramm gehabt. Die Kinder haben mich ein bisschen genervt, aber es war auszuhalten. In der Küche war es eigentlich nicht auszuhalten, ich weiß schon warum im Sommer dort nicht gekocht wird. Wir haben uns dann rausgesetzt als alles im Topf vor sich hin kochte, und dann war es okay. Ich trinke einfach Unmengen von Wasser (noch mehr als vorher) und stelle mich in jeden Luftzug der auftaucht. Und ab und zu Wasser ins Gesicht und über die Haare tut auch ganz gut :)
Das war's zum Aktuellen. Jetzt mal zu dem, was ihr 'verpasst' habt, während ich zu beschäftigt war um Blog zu schreiben. ;)
Soviel dazu. Auf jeden Fall regnet es heute endlich. Und es tut SO gut. Die letzten Tage waren unerträglich warm, ich habe noch nie so eine allgegenwärtige allumfassende Hitze erlebt. Jetzt kann ich auch verstehen, warum Südamerikaner sich mindestens zweimal am Tag duschen, das mache ich auch schon. Es ist auch einfach notwendig, sonst hält man es nicht aus. Ich freue mich schon auf den Sommer, wobei ich nicht weiß wie sich das Ganze noch steigern kann... aber ich bin sicher dass mit das Wetter demonstrieren wird wie das noch gesteigert werden kann... ;)
Während ihr wahrscheinlich in Deutschland friert, mit Jacken und Mützen rumlauft, schwitze ich in allem was ich anhabe, kann nachts nicht schlafen und bin inzwischen schon so braun geworden, wie ich es in Deutschland noch nie war. Wie ich es eigentlich noch nie in meinem Leben war... Die Fahrt in die Arbeit macht so noch mehr Spaß, am liebsten mag ich das schmatzende Geräusch, wenn man aus dem Bussitz aufsteht und das Top und die Hose sich wieder vom Sitz lösen... sehr angenehmes Gefühl :D
So richtig heiß ist es aber auch erst seit einer Woche ungefähr. Wir schlafen mit Ventilator und reißen abends alle Fenster auf, so lässt es sich ein bisschen aushalten. Naja das kann ich grade gut sagen, wo die kühle Nach-Gewitter-Regen-Luft ins Zimmer strömt und man endlich mal wieder durchatmen kann. Aber ich will mich nicht beschweren, hier ist das eben so, und es gefällt mir ja eigentlich auch :) So kann man auch nachts um elf noch mit Top durch die laue Nachtluft wandern, und außerdem hat man immer ein Gesprächsthema, denn die Argentinier reden mindestens genauso viel übers Wetter wie die Deutschen ;)
Soweit mal zur aktuellen Situation. Heute habe ich Deutsch gemacht, gekocht und Kinderprogramm gehabt. Die Kinder haben mich ein bisschen genervt, aber es war auszuhalten. In der Küche war es eigentlich nicht auszuhalten, ich weiß schon warum im Sommer dort nicht gekocht wird. Wir haben uns dann rausgesetzt als alles im Topf vor sich hin kochte, und dann war es okay. Ich trinke einfach Unmengen von Wasser (noch mehr als vorher) und stelle mich in jeden Luftzug der auftaucht. Und ab und zu Wasser ins Gesicht und über die Haare tut auch ganz gut :)
Das war's zum Aktuellen. Jetzt mal zu dem, was ihr 'verpasst' habt, während ich zu beschäftigt war um Blog zu schreiben. ;)
22 Tage ohne.
22 Tage ohne. Klingt ganz schön viel. 22 Tage ohne Schokolade. 22 Tage ohne Regen. 22 Tage ohne Pause. 22 Tage ohne Rebekka. 22 Tage ohne Blog.
Jaja. Die Zeit vergeht so dermaßen sauschnell, ich hab manchmal echt keine Ahnung wie ich so notwendige Sachen wie Schlafen, Duschen, Wäsche waschen, Essen oder Aufräumen noch in meinem Tag unterbringen soll. Da kommen E-Mails oder Blog schreiben natürlich erst recht zu kurz.
Aber ab heute wird alles anders. Mal wieder ;) Mein Rundbrief ist fertig und abgeschickt, es ist offiziell Adventszeit, bald ist mein vierter Monat hier vorbei. Und ihr habt schon lange nichts von mir gehört. Deshalb ist heute der Tag dafür, das zu ändern!
Danke für eure Geduld bis jetzt (ist ja nicht so dass ihr viel dagegen tun könntet wenn ich nichts schreibe :D) und viel Spaß mit einem weiteren Stück meines Lebens!
Jaja. Die Zeit vergeht so dermaßen sauschnell, ich hab manchmal echt keine Ahnung wie ich so notwendige Sachen wie Schlafen, Duschen, Wäsche waschen, Essen oder Aufräumen noch in meinem Tag unterbringen soll. Da kommen E-Mails oder Blog schreiben natürlich erst recht zu kurz.
Aber ab heute wird alles anders. Mal wieder ;) Mein Rundbrief ist fertig und abgeschickt, es ist offiziell Adventszeit, bald ist mein vierter Monat hier vorbei. Und ihr habt schon lange nichts von mir gehört. Deshalb ist heute der Tag dafür, das zu ändern!
Danke für eure Geduld bis jetzt (ist ja nicht so dass ihr viel dagegen tun könntet wenn ich nichts schreibe :D) und viel Spaß mit einem weiteren Stück meines Lebens!
Dienstag, 8. November 2011
Schreibblockade
Wie der Titel schon sagt: Ich habe eine Schreibblockade.
Wenn das hier eine Erlebniserzählung wäre hätte ich jetzt schon den Spannungsbogen ruiniert, aber eine spannende fantasievolle Geschichte zu schreiben wurde mir zum Glück schon in der sechsten Klasse verboten und ausgetrieben. Daher schreibe ich nur noch Sachen bei denen alle schon vorher wissen um was es gehen wird. So. :D
Ja. Irgendwie habe ich keine Ruhe, keine Muse, keine Zeit und keine Lust zu schreiben. Ein sehr ungünstiger Zeitpunkt, denn es ist Zeit meinen ersten Rundbrief zu schreiben. Aber vor der Datei mit dem Namen '1. Rundbrief' saß ich jetzt schon viele Male und habe auf den leeren Bildschirm gestarrt, ohne am Ende ein Ergebnis zu haben. Es passiert einfach zu viel Unbeschreibliches hier, und im Moment fällt es mir schwer, alles in Worte zu fassen.
Heute ist ein sehr guter Tag. Ich habe die beste Laune und habe heute nur tolle Sachen erlebt. Zuerst habe ich mit einem Freund von mir Deutsch gelernt, denn er wird im Februar für ein Jahr nach Deutschland gehen und hat mich um Hilfe beim Sprachelernen gebeten. Da sag ich nicht Nein, so verbringe ich noch mehr Zeit im barrio, rede spanisch, sehe Leute, und außerdem ist es auch sehr spannend, die deutsche Sprache aus der Sicht eines Nicht-Muttersprachlers zu betrachten.
Danach war manos con colores. Alle zwei Wochen arbeite ich ja am Dienstag erst ab fünf, weil da Katha kocht. Und ich koche die andere Woche. Die Regelung ist sehr gut, weil wir beide in der Küche zum Helfen einfach zu viele sind. Ich mache auch so, wenn nur ich als Helferin noch da bin, eigentlich die meiste Zeit nur Mate :D Und außerdem habe ich so jeden zweiten Dienstag den halben Tag für mich und kann irgendwas anderes machen oder erledigen. Auf jeden Fall hatte ich deshalb heute nur Kinderprogramm. Und es war sehr schön :) Erst haben wir draußen gespielt, und ich musste mal wieder eine Stunde lang Seilschwingen... aber heute hat es mir gar nicht so viel ausgemacht. Außerdem stand ich im Schatten und musste mich nicht viel bewegen. Es war nämlich heute SO warm, und nicht irgendwie schön, sondern hässlich schwül-warm. Inzwischen habe ich noch mehr Angst davor wie ich den Sommer überstehen soll... aber gut, hat noch jeder Voluntär hier überstanden... ;) Und es ist auch schön, aus dem Haus zu gehen und zu wissen, dass es die ganze Zeit über warm sein wird, dann muss man nicht immer irgendwelche Jacken mitschleppen oder sowas in der Art.
Seit dem Seilschwingen habe ich auch eines der Lieder im Kopf. Es geht so:
a la abcerario empieza así (das ABC beginnt so):
A B C D und so weiter. Man sagt so lange das ABC bis das Kind beim Springen 'verliert' also sich verheddert oder nicht hoch genug springt. Dann sucht man einen Namen mit diesem Buchstaben, das ist die Person die das Kind heiraten wird. Dann geht's weiter:
[Name] y [Name] se van a casar. (werden heiraten)
abajo un puente se van a besar. (unter einer Brücke werden sie sich küssen)
que sí. que no. que sí. que no. (ja. oder nein.) Und immer so weiter solange bis das Kinder verliert.
Wenn es bei 'que no' verliert, ist das Spiel vorbei und das nächste Kind dran. Bei 'que sí' geht es weiter:
[ein wort das ich vergessen habe] casada soltera enamorada con hijo sin hijo no puede vivir (verheiratet, solo, verliebt, mit Kindern ohne Kinder kann man nicht leben)
con uno, con dos, ... Es wird solange Kinder gezählt die man haben wird bis das springende Kind verliert. Und danach ist das Spiel dann auch wirklich aus. ;)
Ja das ist in meinem Kopf. Und geht nicht mehr raus :)
Ja und weiter bei der Aktivität. Sind wir dann reingegangen. Wir haben letzte Woche Gruppen getauscht, ich bin jetzt nicht mehr bei den ganz Kleinen sondern bei den Großen (10-12 Jahre). Mit denen gab es immer wieder Schwierigkeiten, sie waren laut und wollten das Geplante nicht machen, haben auch auf mich sehr empfindlich reagiert, im Sinne dass sie nicht normal geredet haben, immer nur auf blöd gemacht haben... solche Sachen. Aber heute und auch schon am Freitag war das alles gar nicht so. Sie waren sehr lieb und wollten dass ich mitspiele und haben sich mit mir unterhalten und waren einfach... cool. :) Okay man muss fairerweise sagen dass die 'Schlimmsten' heute nicht da waren, damit will ich sagen diejenigen die meistens Unruhe in die Gruppe bringen. Trotzdem hab ich mich gefreut :) Mal sehen wie das weitergeht, das ist jetzt wieder eine neue spannende Aufgabe bei der ich nicht weiß wie es rausgehen wird.
Ja. Schreibblockade gewaltsam ein Stückchen aufgebrochen, Mission erfüllt ;)
Noch kurz zu meiner letzten Woche, ich war leider ein paar Tage krank und dadurch wenig aktiv. Hat mich auch etwas frustriert, aber okay kann man nicht ändern. Aber die Kinder waren lieb und Arbeit hat Spaß gemacht. Am Samstagabend waren Katha und ich im barrio zu einer kleinen Live-Jamsession mit Schlagzeug und Gitarren und einfach gemütlichem Zusammensitzen eingeladen. Der Abend wurde die ganze Nacht und es war sehr toll, so viel zu reden und Leute kennenzulernen... achja. :)
Die Hitze kommt, und in unserer Wohnung kann man bald eine Sauna aufmachen. Mal sehen wie sich diese Sache weiter entwickelt.
Nos vemos al rato!
Wenn das hier eine Erlebniserzählung wäre hätte ich jetzt schon den Spannungsbogen ruiniert, aber eine spannende fantasievolle Geschichte zu schreiben wurde mir zum Glück schon in der sechsten Klasse verboten und ausgetrieben. Daher schreibe ich nur noch Sachen bei denen alle schon vorher wissen um was es gehen wird. So. :D
Ja. Irgendwie habe ich keine Ruhe, keine Muse, keine Zeit und keine Lust zu schreiben. Ein sehr ungünstiger Zeitpunkt, denn es ist Zeit meinen ersten Rundbrief zu schreiben. Aber vor der Datei mit dem Namen '1. Rundbrief' saß ich jetzt schon viele Male und habe auf den leeren Bildschirm gestarrt, ohne am Ende ein Ergebnis zu haben. Es passiert einfach zu viel Unbeschreibliches hier, und im Moment fällt es mir schwer, alles in Worte zu fassen.
Heute ist ein sehr guter Tag. Ich habe die beste Laune und habe heute nur tolle Sachen erlebt. Zuerst habe ich mit einem Freund von mir Deutsch gelernt, denn er wird im Februar für ein Jahr nach Deutschland gehen und hat mich um Hilfe beim Sprachelernen gebeten. Da sag ich nicht Nein, so verbringe ich noch mehr Zeit im barrio, rede spanisch, sehe Leute, und außerdem ist es auch sehr spannend, die deutsche Sprache aus der Sicht eines Nicht-Muttersprachlers zu betrachten.
Danach war manos con colores. Alle zwei Wochen arbeite ich ja am Dienstag erst ab fünf, weil da Katha kocht. Und ich koche die andere Woche. Die Regelung ist sehr gut, weil wir beide in der Küche zum Helfen einfach zu viele sind. Ich mache auch so, wenn nur ich als Helferin noch da bin, eigentlich die meiste Zeit nur Mate :D Und außerdem habe ich so jeden zweiten Dienstag den halben Tag für mich und kann irgendwas anderes machen oder erledigen. Auf jeden Fall hatte ich deshalb heute nur Kinderprogramm. Und es war sehr schön :) Erst haben wir draußen gespielt, und ich musste mal wieder eine Stunde lang Seilschwingen... aber heute hat es mir gar nicht so viel ausgemacht. Außerdem stand ich im Schatten und musste mich nicht viel bewegen. Es war nämlich heute SO warm, und nicht irgendwie schön, sondern hässlich schwül-warm. Inzwischen habe ich noch mehr Angst davor wie ich den Sommer überstehen soll... aber gut, hat noch jeder Voluntär hier überstanden... ;) Und es ist auch schön, aus dem Haus zu gehen und zu wissen, dass es die ganze Zeit über warm sein wird, dann muss man nicht immer irgendwelche Jacken mitschleppen oder sowas in der Art.
Seit dem Seilschwingen habe ich auch eines der Lieder im Kopf. Es geht so:
a la abcerario empieza así (das ABC beginnt so):
A B C D und so weiter. Man sagt so lange das ABC bis das Kind beim Springen 'verliert' also sich verheddert oder nicht hoch genug springt. Dann sucht man einen Namen mit diesem Buchstaben, das ist die Person die das Kind heiraten wird. Dann geht's weiter:
[Name] y [Name] se van a casar. (werden heiraten)
abajo un puente se van a besar. (unter einer Brücke werden sie sich küssen)
que sí. que no. que sí. que no. (ja. oder nein.) Und immer so weiter solange bis das Kinder verliert.
Wenn es bei 'que no' verliert, ist das Spiel vorbei und das nächste Kind dran. Bei 'que sí' geht es weiter:
[ein wort das ich vergessen habe] casada soltera enamorada con hijo sin hijo no puede vivir (verheiratet, solo, verliebt, mit Kindern ohne Kinder kann man nicht leben)
con uno, con dos, ... Es wird solange Kinder gezählt die man haben wird bis das springende Kind verliert. Und danach ist das Spiel dann auch wirklich aus. ;)
Ja das ist in meinem Kopf. Und geht nicht mehr raus :)
Ja und weiter bei der Aktivität. Sind wir dann reingegangen. Wir haben letzte Woche Gruppen getauscht, ich bin jetzt nicht mehr bei den ganz Kleinen sondern bei den Großen (10-12 Jahre). Mit denen gab es immer wieder Schwierigkeiten, sie waren laut und wollten das Geplante nicht machen, haben auch auf mich sehr empfindlich reagiert, im Sinne dass sie nicht normal geredet haben, immer nur auf blöd gemacht haben... solche Sachen. Aber heute und auch schon am Freitag war das alles gar nicht so. Sie waren sehr lieb und wollten dass ich mitspiele und haben sich mit mir unterhalten und waren einfach... cool. :) Okay man muss fairerweise sagen dass die 'Schlimmsten' heute nicht da waren, damit will ich sagen diejenigen die meistens Unruhe in die Gruppe bringen. Trotzdem hab ich mich gefreut :) Mal sehen wie das weitergeht, das ist jetzt wieder eine neue spannende Aufgabe bei der ich nicht weiß wie es rausgehen wird.
Ja. Schreibblockade gewaltsam ein Stückchen aufgebrochen, Mission erfüllt ;)
Noch kurz zu meiner letzten Woche, ich war leider ein paar Tage krank und dadurch wenig aktiv. Hat mich auch etwas frustriert, aber okay kann man nicht ändern. Aber die Kinder waren lieb und Arbeit hat Spaß gemacht. Am Samstagabend waren Katha und ich im barrio zu einer kleinen Live-Jamsession mit Schlagzeug und Gitarren und einfach gemütlichem Zusammensitzen eingeladen. Der Abend wurde die ganze Nacht und es war sehr toll, so viel zu reden und Leute kennenzulernen... achja. :)
Die Hitze kommt, und in unserer Wohnung kann man bald eine Sauna aufmachen. Mal sehen wie sich diese Sache weiter entwickelt.
Nos vemos al rato!
Mittwoch, 2. November 2011
und die kleinen Dinge.
Guten Morgen meine Lieben,
es ist kurz nach elf, ich habe einen entspannten Morgen verbracht, habe gelesen und auf dem Balkon in der Sonne gefrühstückt, und bevor ich mich jetzt dann auf den Weg in die Arbeit mache, gibt es da noch eine Sache, die ich gerne mit euch teilen würde.
Gestern habe ich im Kinderprogramm etwas erlebt, was ganz und gar nicht alltäglich war. Letzten Donnerstag habe ich in der Besprechung den Vorschlag eingebracht, in meiner Gruppe mit den Kleinen mit Kartoffelstempeln zu arbeiten. Meine Mama hat das früher ganz oft mit uns gemacht, für alle die das tatsächlich nicht kennen (ihr Armen ;) eine kurze Erklärung: Man halbiert Kartoffeln und schnitzt dann Figuren oder Bilder rein, was einem gerade einfällt. Das Ganze dann in Farbe getunkt und schon kann man ein Stempelbild machen. Wir haben damals (als ich noch ein kleines Mädchen war... ;D) mit dieser Technik ganz viele Tischdecken und ähnliches bestempelt. :)
Ich dachte mir das wäre mal was anderes. Der Vorschlag wurde auch angenommen, ich habe am Montag fleißig Stempel gemacht, was besser funktioniert hat als ich das angenommen hatte... habe mich auch nur fast richtig geschnitten, und das auch nur ein Mal :D Ich hatte dann ein Herz, eine Blume, eine Sonne, eine Wolke, einen Fisch, einen Jungen und ein Mädchen, einen Stern und ein Kreuz. Den ganzen Tag gestern war ich gespannt, wie die Aktion laufen würde, ob es den Mädels gefallen oder sie doch die Stempel beim ersten Versuch zerstören würden. Als ich ruhig angefangen habe, zu erklären was wir vorhaben, ist etwas passiert, womit ich niemals gerechnet hätte: Die Kinder wussten nicht, was Stempel sind.
Ich war erstmal ziemlich baff, nie im Leben hätte ich mir vorgestellt, dass die Kinder schlicht und einfach nicht wissen, was ein Stempel ist und was man damit machen kann. Da zeigt sich mal wieder, dass ich meine deutsche Sicht auf die Dinge und meine deutschen Ansprüche mitgebracht habe, denn mit Kindern in Deutschland wäre mir das sicher nicht passiert. Im Nachhinein kam ich mir ein bisschen blöd vor, dass ich an sowas nicht gedacht hatte, denn eigentlich ist es logisch: Woher sollen die Kinder auch Stempel kennen?
Gut, die Situation war dann anders als erwartet, aber dann habe ich eben erstmal erklärt, was ein Stempel ist und was man damit macht. Als sie einmal angefangen hatten, waren die Mädels auch echt begeistert und wollten immer mehr und mehr stempeln. Einige gingen etwas grob vor, weshalb zum Beispiel die Strahlen der Sonne sehr bald sehr zermatscht waren, aber dafür dass sie das erste Mal damit gearbeitet haben, ist es sehr gut gelaufen. Ich hab mich wirklich gefreut, dass ich den Kindern etwas neues zeigen konnte und sie dann auch Spaß daran hatten, das auszuprobieren! :)
Spannend wurde es nochmal, als die medianos, also die mittlere Gruppe (7-10 Jahre) gesehen hatten, was die Kleinen da machen, und wissen wollten, was das ist und ob sie das auch probieren dürfen. Also habe ich einem Kind nach dem anderen die Sache mit den Stempeln erklärt. Sie waren hellauf begeistert und wollten das selbst ausprobieren, da musste ich leider nein sagen weil sie ja selbst eine Aktivität gemacht haben. Ich habe dann stattdessen gesagt, dass sie ihre Gruppenleiter fragen sollen, ob sie auch mal stempeln können.
Ja, das war wirklich eine überraschende Wendung mit der ich nicht gerechnet habe. Aber es war sehr schön, die Begeisterung der Kinder zu sehen, und das mit einer Idee, die ich vorher noch für ziemlich normal und einfach gehalten habe. Es war eine kleine Sache, die mir Freude gemacht hat, die mir aber auch gezeigt hat, dass ich noch vorsichtiger sein muss mit meinen Ansichten und Erwartungen.
Na dann, ich werde mich mal fertigmachen und losgehen, meine Mitfreiwillige mag es nicht so wenn ich Zeit zu argentinisch auslege und zu spät komme, wenn wir uns zum gemeinsamen Fahren verabredet haben ;) (Katha, falls du das liest, ich schreibe es nur damit ich mich selbst noch mehr ermahne, pünktlicher zu sein!)
Nos vemos en un rato, Rebekka
es ist kurz nach elf, ich habe einen entspannten Morgen verbracht, habe gelesen und auf dem Balkon in der Sonne gefrühstückt, und bevor ich mich jetzt dann auf den Weg in die Arbeit mache, gibt es da noch eine Sache, die ich gerne mit euch teilen würde.
Gestern habe ich im Kinderprogramm etwas erlebt, was ganz und gar nicht alltäglich war. Letzten Donnerstag habe ich in der Besprechung den Vorschlag eingebracht, in meiner Gruppe mit den Kleinen mit Kartoffelstempeln zu arbeiten. Meine Mama hat das früher ganz oft mit uns gemacht, für alle die das tatsächlich nicht kennen (ihr Armen ;) eine kurze Erklärung: Man halbiert Kartoffeln und schnitzt dann Figuren oder Bilder rein, was einem gerade einfällt. Das Ganze dann in Farbe getunkt und schon kann man ein Stempelbild machen. Wir haben damals (als ich noch ein kleines Mädchen war... ;D) mit dieser Technik ganz viele Tischdecken und ähnliches bestempelt. :)
Ich dachte mir das wäre mal was anderes. Der Vorschlag wurde auch angenommen, ich habe am Montag fleißig Stempel gemacht, was besser funktioniert hat als ich das angenommen hatte... habe mich auch nur fast richtig geschnitten, und das auch nur ein Mal :D Ich hatte dann ein Herz, eine Blume, eine Sonne, eine Wolke, einen Fisch, einen Jungen und ein Mädchen, einen Stern und ein Kreuz. Den ganzen Tag gestern war ich gespannt, wie die Aktion laufen würde, ob es den Mädels gefallen oder sie doch die Stempel beim ersten Versuch zerstören würden. Als ich ruhig angefangen habe, zu erklären was wir vorhaben, ist etwas passiert, womit ich niemals gerechnet hätte: Die Kinder wussten nicht, was Stempel sind.
Ich war erstmal ziemlich baff, nie im Leben hätte ich mir vorgestellt, dass die Kinder schlicht und einfach nicht wissen, was ein Stempel ist und was man damit machen kann. Da zeigt sich mal wieder, dass ich meine deutsche Sicht auf die Dinge und meine deutschen Ansprüche mitgebracht habe, denn mit Kindern in Deutschland wäre mir das sicher nicht passiert. Im Nachhinein kam ich mir ein bisschen blöd vor, dass ich an sowas nicht gedacht hatte, denn eigentlich ist es logisch: Woher sollen die Kinder auch Stempel kennen?
Gut, die Situation war dann anders als erwartet, aber dann habe ich eben erstmal erklärt, was ein Stempel ist und was man damit macht. Als sie einmal angefangen hatten, waren die Mädels auch echt begeistert und wollten immer mehr und mehr stempeln. Einige gingen etwas grob vor, weshalb zum Beispiel die Strahlen der Sonne sehr bald sehr zermatscht waren, aber dafür dass sie das erste Mal damit gearbeitet haben, ist es sehr gut gelaufen. Ich hab mich wirklich gefreut, dass ich den Kindern etwas neues zeigen konnte und sie dann auch Spaß daran hatten, das auszuprobieren! :)
Spannend wurde es nochmal, als die medianos, also die mittlere Gruppe (7-10 Jahre) gesehen hatten, was die Kleinen da machen, und wissen wollten, was das ist und ob sie das auch probieren dürfen. Also habe ich einem Kind nach dem anderen die Sache mit den Stempeln erklärt. Sie waren hellauf begeistert und wollten das selbst ausprobieren, da musste ich leider nein sagen weil sie ja selbst eine Aktivität gemacht haben. Ich habe dann stattdessen gesagt, dass sie ihre Gruppenleiter fragen sollen, ob sie auch mal stempeln können.
Ja, das war wirklich eine überraschende Wendung mit der ich nicht gerechnet habe. Aber es war sehr schön, die Begeisterung der Kinder zu sehen, und das mit einer Idee, die ich vorher noch für ziemlich normal und einfach gehalten habe. Es war eine kleine Sache, die mir Freude gemacht hat, die mir aber auch gezeigt hat, dass ich noch vorsichtiger sein muss mit meinen Ansichten und Erwartungen.
Na dann, ich werde mich mal fertigmachen und losgehen, meine Mitfreiwillige mag es nicht so wenn ich Zeit zu argentinisch auslege und zu spät komme, wenn wir uns zum gemeinsamen Fahren verabredet haben ;) (Katha, falls du das liest, ich schreibe es nur damit ich mich selbst noch mehr ermahne, pünktlicher zu sein!)
Nos vemos en un rato, Rebekka
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