Guten Morgen :)
Grade aufgestanden, bin ich (fast) frisch und munter und motiviert, den Rest meiner Geschichte zu erzählen :)
Aus Mar del Plata bin ich Dienstagmorgen um sieben zurückgekommen. Ich bin nachts dort losgefahren, und um sieben war der Bus an meinem Terminal in Liniers. Dann musste ich noch heimfahren, da hab ich mich mit meinem Rucksack mehr wie ein Zombie als wie irgendwas anderes durch die Stadt und die Busse bewegt... aber Gott sei Dank kenne ich mich dort, von wo ich nach Hause fahren musste, sehr gut aus, daher war das kein Problem. Überhaupt kenne ich mich inzwischen in sehr vielen Ecken der Stadt sehr gut aus, weiß welcher Bus wohin fährt, welche Nummer oder welches Kartell ich nehmen muss um auch da anzukommen, wo ich hinwill... das cuadra-System erleichert natürlich die Orientierung ungemein, dadurch ist es einfach, Parallellen herzustellen und sich zu merken, wo man ist. Und natürlich gibt es auch immer noch den Guia T, der für jeden, der hier lebt, unverzichtbar ist. Es ist ein Stadtplan mit allen Bus-, Bahn- und Subtelinien, das erste Mittel wenn man rausfinden will, wie man irgendwo hinkommt. Es gibt ihn in klein für Capital und auch in groß für ganz Provincia. Einmal waren wir schon nachts ohne Guia T unterwegs, das war gar nicht so lustig... diesen guten Freund sollte man eben wirklich immer dabeihaben, wenn man wo hinfährt wo man sich nicht auskennt.
Soviel dazu. :) Ich war auf jeden Fall Dienstagmorgen wieder daheim, hab noch Carina getroffen die schon halb auf dem Weg zur Arbeit war (sie arbeitet oft Frühschicht) und hab mich erstmal nochmal in mein Bett geschmissen. Um drei hab ich mich dann auf den Weg in die Arbeit gemacht, es war sehr gut dass ich in dieser Woche am Dienstag erst um fünf arbeiten musste.
Diese Woche bestand im Kinderprogramm aus einer einzigen Sache: Üben. Üben für die Geburtstagsfeier von San Pablo, auf die sich alle schon eifrig vorbereiteten. Jede Gruppe sollte etwas präsentieren, oder vorführen, oder sich sonst irgendwie einbringen. Was ich sehr schade fand, dass wir in manos con colores nicht im ganzen Team besprochen haben, was wir machen werden, sondern auf einmal eine Idee da war, die wir dann umsetzen mussten. Mir persönlich haben diese Ideen nicht wirklich gut gefallen, aber am Ende haben wir alles so durchgeführt. Die kleinen Mädels haben eine Art Modenschau gemacht, die Mittleren und Großen teilweise getanzt und teilweise gesungen. Meine Arbeitswochen bestanden bis zum Fest nur aus Übung, und ich war meistens bei den Tänzern dabei. Diese Tänzer haben sich als Lied Tirate un Paso von den Watchiturros ausgesucht. Was auch sonst... Für alle, die im Moment genauso unter dem Phänomen Watchiturros leiden, tut es mir jetzt leid, aber ich muss mal kurz erklären, was es mit dieser Sache auf sich hat.
Die Watchiturros sind eine Gruppe, die momentan das Angesagteste vom Angesagten sind. Man könnte sie ein bisschen mit Tokio Hotel vergleichen, nicht was die Musik angeht, sondern mit dem, was sie auslösen. Die einen finden sie furchtbar und distanzieren sich ganz vehement davon, sie jemals angehört zu haben (das sind hier die Jugendlichen so ab 16 Jahren) und die anderen sind ermaßen vernarrt und begeistert, schneiden sich die Haare genau wie die Gruppe, tragen die gleichen Klamotten, üben den ganzen Tag die Tänze und können alle Texte auswendig (das wären dann die meisten unter 16 Jahren). Ich wusste gar nicht, dass die Watchiturros mehr Lieder als nur eines haben, weil ich höre immer nur eins (oder es waren verschiedene und sie hören sich einfach nur alle gleich an...). Naja auf jeden Fall hört man das hier jeden Tag an allen Ecken ständig und überall. Man kann ihnen nicht entkommen. Und ich habe zwei Wochen lang, jeden Tag vier oder fünfmal am Stück dieses Lied anhören müssen, weil die Kinder immer wieder den Tanz geübt haben. Es war nicht lustig, das kann ich euch sagen. Inzwischen kann ich den gesamten Text auswendig, singe automatisch mit wenn ich es höre, und frage mich was eigentlich passiert ist, weil ich es immer noch genauso bescheuert und schlecht finde wie am Anfang. Und trotzdem könnte ich sogar mittanzen wenn ich wollte, die Schritte hab ich alle drin...
Ja das war... interessant das Ganze. Ich war dann schon froh, wenn ein Kind weggelaufen ist oder irgendwas war, damit ich was tun und der Musik entkommen konnte... :D
Die großen Mädels haben ein Lied geübt, das ich sehr viel schöner finde und auch nicht mehr aus meinem Kopf bekomme, sobald ich es einmal angehört habe. klick mich zum Anhören.
Ja. Das waren die großen Themen dieser Woche. Es war alles ein bisschen wild und durcheinandern, die Gruppen waren die ganze Zeit gemischt weil jeder woanders mitgemacht hat, dadurch kam sehr viel Unruhe auf. Außerdem befinden wir uns am Ende des Jahres, bald hört die Schule auf, die Kinder haben fast ein Jahr Programm in San Pablo hinter sich, es wird heiß und alle wollen nur Sommerferien.... Da gibt es immer wieder ein ziemliches quilombo (Chaos ;) aber wir kriegen es meistens noch irgendwie hin.
Achja, noch eine Sache die in dieser Woche passiert ist, die ich ziemlich spannend fand. Weiß ja nicht ob euch das auch so geht, aber ich erzähl's einfach mal: Nach dem Wochenende in Mar del Plata war mein erstes Erinnerungs-Tagebuch voll. Drei Monate Argentinien, komprimiert in einem Block. Guckstu:
Ja. Soviel zu dieser Woche. Am Wochenende habe ich samstags nach der Arbeit zusammen mit anderen Freiwilligen das Projekt von Konrad, meinem Mitbewohner, besucht, weil das Projekt 25 Jahre alt wurde und ein Fest gefeiert wurde. Es war wirklich schön, noch ein anderen Umfeld, ein anderes Projekt, einen anderen Arbeitsplatz kennenzulernen. La Paloma heißt das Projekt, und es ist wirklich sehr schön, mit viel Platz und das Programm und die Organisation wirkten auf mich sehr gut. Das ist natürlich nur der Eindruck, den ich an einem besonderen Tag im Projekt bekommen habe, aber dieser erste Eindruck war sehr sehr positiv. :) Insgesamt kenne ich jetzt schon fünf verschiedene Projekte, und alle sind irgendwie anders toll. Das finde ich sehr spannend, auch mal zu sehen wie es woanders läuft. Aber wie beeindruckt und begeistert ich in dem Moment auch immer bin, am Ende wird mir immer wieder klar dass ich das allerbeste Projekt von allen habe! ;)
Das Fest in La Paloma war auf jeden Fall sehr schön, als wir ankamen war gerade ein Clown dabei, die Kinder zu unterhalten, und das Essen war fast fertig. Es gab dann verschiedene kurze Ansprachen, einen Rap der Jugendlichen und eine Murga (klick). Leider hat es auf halber Strecke total angefangen zu schütten, das Gewitter hatte sich schon den ganzen Tag aufgebaut, und eigentlich waren wir alle froh, dass die schwüle Hitze sich ein wenig abgekühlt hat, aber für das Fest war es natürlich trotzdem sehr blöd. Die Murga wurde dann einfach im Regen getanzt, und die haben so Stimmung gemacht, dass das Wetter eigentlich schon wieder egal war :)
Bilder finde ich leider grade keine, vielleicht hat da nur Konrad mit seiner Kamera welche gemacht... werde ich mal rausfinden, vielleicht kann ich dann noch welche hochladen!
Mittwoch, 30. November 2011
Dienstag, 29. November 2011
Mar del Plata
Der letzte Eintrag endet mit dem Wochenende vor gut drei Wochen. Die Woche danach ist wieder verflogen als wäre es nur ein Tag gewesen. Wir hatten angenfangen, mit den Kindern für den 26. November zu proben, an dem Casa San Pablo Geburtstag feiert und wir ein Fest gemacht haben. Dadurch war die Aktivität verplant, alle Gruppen gemischt, und es gab mit den Kindern relativ wenige Probleme. Im Gegenteil habe ich in dieser Woche sogar zu einigen meiner 'Großen' einen Zugang gefunden und meine Autorität ein bisschen gefestigt.
Am Samstag, den 12. November, habe ich mich dann morgens um sieben aufgemacht nach Mar del Plata. Mar del Plata ist eine Stadt fünf Stunden südlich von Buenos Aires, die DER Ferienort schlechthin für porteños (Einwohner von BsAs) ist. Am Meer gelegen, eine Großstadt aber trotzdem nicht so groß wie die Hauptstadt, mit einem schönen Stadtkern und auch vielen Kulturangeboten. Ich habe dort zwei andere Freiwillige besucht, die in Mar del Plata leben und arbeiten. Es war sehr sehr schön, mal rauszukommen, was anderes zu sehen, mit anderen Leuten zu reden, Erfahrungen mit einem Freiwilligen auszutauschen, den ich nicht oft sehe. Ich habe viel geredet an diesem Wochenende, und sonst habe ich mich einfach nur entspannt. Am Samstag kam ich mittags an, nach meiner ersten Reise im Autobus in Argentinien! :) War sehr angenehm, natürlich klimatisiert aber nicht zu kalt, mit viel Platz für mich, meine Beine und meine Sachen. Mein Rucksack hat auch seine erste (von mir durchgeführte) Bewährungsprobe bestanden. Nur wenn ich länger verreisen will sollte ich ihn dann doch besser ein bisschen früher, sorgfältiger und in wacherem Zustand packen, dann geht auch mehr rein ;)
Ich kam also Samstagmittag an, wurde vom Terminal abgeholt, habe dann meine Sachen in der Wohnung abgeladen und danach sind wir sofort zum Strand gefahren. Haben den Rest des Nachmittags dort verbracht, waren dann abends im Kino und Eis essen. An dem Wochenende war gerade Filmfestival in Mar del Plata, deshalb hab es viele Filme zu günstigen Preisen. Leider waren auch viele Leute da, so dass für die drei Filme, die wir sehen wollten, keine Karten mehr da waren. Weil wir aber unbedingt ins Kino wollten (und für $8, sprich mit dem Wechselkurs von heute 1,40 € auch der Film eigentlich egal war) sind wir dann einfach in den Film, für den noch Karten da waren. War am Ende eine Art Dokumentation in einzelnen Kurzgeschichten über die Januar-Revolution in Ägypten in diesem Jahr. Sehr interessant, wir haben am Ende nicht bereut dass wir reingegangen sind ;)
Den ganzen Sonntag über haben wir dann am Strand verbracht, und es war einfach nur herrlich, rumliegen, ausspannen, wenn's zu heiß wurde kurz ins Meer hüpfen... Dieses Wochenende war das erste, an dem es so richtig warm war und die ganze Zeit die Sonne schien. Da habe ich ein Riesenglück gehabt! Habe an dem Wochenende fast ein Kilo Eis gegessen (nein nicht auf einmal, aber man kann hier ja Eis in cuartos, also Viertelkilos, kaufen, und das mehrmals... ergibt einiges ;) und mich so dermaßen wie im Urlaub gefühlt... ich hatte mich total aus meinem Leben ausgeklinkt, alles mal in Buenos Aires gelassen (naja fast alles...) und das hat mir gut getan. Am Montag war ich dann mit in den Projekten, da ich ja noch frei hatte wie jeden Montag aber die anderen beiden nicht. Das war auch sehr spannend, andere Projekte und andere Arbeit zu sehen, und es hat mir gezeigt, wie toll viele Sachen sind, die hier auf die Beine gestellt werden und die wir Freiwilligen mit unserer Arbeit unterstützen.
An dieser Stelle nochmal danke an Lilly für die tolle Zeit, ich komme bestimmt bald wieder!
Jetzt noch ein paar Eindrücke:
Ein sehr schönes Wochenende und eine tolle Zeit!
Das war's für heute von mir, morgen ist ein neuer Tag und sehr bald geht es weiter mit den restlichen zwei Wochen, die in der Berichterstattung noch fehlen!
Buenas noches! :)
Am Samstag, den 12. November, habe ich mich dann morgens um sieben aufgemacht nach Mar del Plata. Mar del Plata ist eine Stadt fünf Stunden südlich von Buenos Aires, die DER Ferienort schlechthin für porteños (Einwohner von BsAs) ist. Am Meer gelegen, eine Großstadt aber trotzdem nicht so groß wie die Hauptstadt, mit einem schönen Stadtkern und auch vielen Kulturangeboten. Ich habe dort zwei andere Freiwillige besucht, die in Mar del Plata leben und arbeiten. Es war sehr sehr schön, mal rauszukommen, was anderes zu sehen, mit anderen Leuten zu reden, Erfahrungen mit einem Freiwilligen auszutauschen, den ich nicht oft sehe. Ich habe viel geredet an diesem Wochenende, und sonst habe ich mich einfach nur entspannt. Am Samstag kam ich mittags an, nach meiner ersten Reise im Autobus in Argentinien! :) War sehr angenehm, natürlich klimatisiert aber nicht zu kalt, mit viel Platz für mich, meine Beine und meine Sachen. Mein Rucksack hat auch seine erste (von mir durchgeführte) Bewährungsprobe bestanden. Nur wenn ich länger verreisen will sollte ich ihn dann doch besser ein bisschen früher, sorgfältiger und in wacherem Zustand packen, dann geht auch mehr rein ;)
Ich kam also Samstagmittag an, wurde vom Terminal abgeholt, habe dann meine Sachen in der Wohnung abgeladen und danach sind wir sofort zum Strand gefahren. Haben den Rest des Nachmittags dort verbracht, waren dann abends im Kino und Eis essen. An dem Wochenende war gerade Filmfestival in Mar del Plata, deshalb hab es viele Filme zu günstigen Preisen. Leider waren auch viele Leute da, so dass für die drei Filme, die wir sehen wollten, keine Karten mehr da waren. Weil wir aber unbedingt ins Kino wollten (und für $8, sprich mit dem Wechselkurs von heute 1,40 € auch der Film eigentlich egal war) sind wir dann einfach in den Film, für den noch Karten da waren. War am Ende eine Art Dokumentation in einzelnen Kurzgeschichten über die Januar-Revolution in Ägypten in diesem Jahr. Sehr interessant, wir haben am Ende nicht bereut dass wir reingegangen sind ;)
Den ganzen Sonntag über haben wir dann am Strand verbracht, und es war einfach nur herrlich, rumliegen, ausspannen, wenn's zu heiß wurde kurz ins Meer hüpfen... Dieses Wochenende war das erste, an dem es so richtig warm war und die ganze Zeit die Sonne schien. Da habe ich ein Riesenglück gehabt! Habe an dem Wochenende fast ein Kilo Eis gegessen (nein nicht auf einmal, aber man kann hier ja Eis in cuartos, also Viertelkilos, kaufen, und das mehrmals... ergibt einiges ;) und mich so dermaßen wie im Urlaub gefühlt... ich hatte mich total aus meinem Leben ausgeklinkt, alles mal in Buenos Aires gelassen (naja fast alles...) und das hat mir gut getan. Am Montag war ich dann mit in den Projekten, da ich ja noch frei hatte wie jeden Montag aber die anderen beiden nicht. Das war auch sehr spannend, andere Projekte und andere Arbeit zu sehen, und es hat mir gezeigt, wie toll viele Sachen sind, die hier auf die Beine gestellt werden und die wir Freiwilligen mit unserer Arbeit unterstützen.
An dieser Stelle nochmal danke an Lilly für die tolle Zeit, ich komme bestimmt bald wieder!
Jetzt noch ein paar Eindrücke:
| Rebekka vor der Abfahrt |
| Busterminal |
| Ciao Buenos Aires! |
| Der Strand :) |
| Pures Glück + Entspannung |
| die wilde See ;) |
| ... und der wunderschöne Himmel. |
| Sommerfeeling im November. Es ist ja auch fast Sommer... |
| Sandengel. |
| ... und das Stück Strand, das ich mir mit nach Hause genommen habe :) |
Das war's für heute von mir, morgen ist ein neuer Tag und sehr bald geht es weiter mit den restlichen zwei Wochen, die in der Berichterstattung noch fehlen!
Buenas noches! :)
Erlösung
Heute regnet es. Gott sei Dank regnet es! Wir warten seit vier Tagen darauf, solange (oder noch länger) ist es auch schon gemeldet. Merke: Der Wetterbereicht in Argentinien ist genauso unzuverlässig wie in Deutschland! Wobei mich das nicht so tangiert, ich bekomme das nur hin und wieder über irgendwen anders mit was gemeldet ist, da ich in meinem Alltag weder Fernseh schaue noch Radio höre. Zum Radio hören habe ich keine Zeit, das hätten wir sogar in der Wohnung. Aber wenn ich doch mal höre finde ich dann auch selten einen richtigen Sender... Tja und mit Fernsehen ist ja auch eh nichts.
Soviel dazu. Auf jeden Fall regnet es heute endlich. Und es tut SO gut. Die letzten Tage waren unerträglich warm, ich habe noch nie so eine allgegenwärtige allumfassende Hitze erlebt. Jetzt kann ich auch verstehen, warum Südamerikaner sich mindestens zweimal am Tag duschen, das mache ich auch schon. Es ist auch einfach notwendig, sonst hält man es nicht aus. Ich freue mich schon auf den Sommer, wobei ich nicht weiß wie sich das Ganze noch steigern kann... aber ich bin sicher dass mit das Wetter demonstrieren wird wie das noch gesteigert werden kann... ;)
Während ihr wahrscheinlich in Deutschland friert, mit Jacken und Mützen rumlauft, schwitze ich in allem was ich anhabe, kann nachts nicht schlafen und bin inzwischen schon so braun geworden, wie ich es in Deutschland noch nie war. Wie ich es eigentlich noch nie in meinem Leben war... Die Fahrt in die Arbeit macht so noch mehr Spaß, am liebsten mag ich das schmatzende Geräusch, wenn man aus dem Bussitz aufsteht und das Top und die Hose sich wieder vom Sitz lösen... sehr angenehmes Gefühl :D
So richtig heiß ist es aber auch erst seit einer Woche ungefähr. Wir schlafen mit Ventilator und reißen abends alle Fenster auf, so lässt es sich ein bisschen aushalten. Naja das kann ich grade gut sagen, wo die kühle Nach-Gewitter-Regen-Luft ins Zimmer strömt und man endlich mal wieder durchatmen kann. Aber ich will mich nicht beschweren, hier ist das eben so, und es gefällt mir ja eigentlich auch :) So kann man auch nachts um elf noch mit Top durch die laue Nachtluft wandern, und außerdem hat man immer ein Gesprächsthema, denn die Argentinier reden mindestens genauso viel übers Wetter wie die Deutschen ;)
Soweit mal zur aktuellen Situation. Heute habe ich Deutsch gemacht, gekocht und Kinderprogramm gehabt. Die Kinder haben mich ein bisschen genervt, aber es war auszuhalten. In der Küche war es eigentlich nicht auszuhalten, ich weiß schon warum im Sommer dort nicht gekocht wird. Wir haben uns dann rausgesetzt als alles im Topf vor sich hin kochte, und dann war es okay. Ich trinke einfach Unmengen von Wasser (noch mehr als vorher) und stelle mich in jeden Luftzug der auftaucht. Und ab und zu Wasser ins Gesicht und über die Haare tut auch ganz gut :)
Das war's zum Aktuellen. Jetzt mal zu dem, was ihr 'verpasst' habt, während ich zu beschäftigt war um Blog zu schreiben. ;)
Soviel dazu. Auf jeden Fall regnet es heute endlich. Und es tut SO gut. Die letzten Tage waren unerträglich warm, ich habe noch nie so eine allgegenwärtige allumfassende Hitze erlebt. Jetzt kann ich auch verstehen, warum Südamerikaner sich mindestens zweimal am Tag duschen, das mache ich auch schon. Es ist auch einfach notwendig, sonst hält man es nicht aus. Ich freue mich schon auf den Sommer, wobei ich nicht weiß wie sich das Ganze noch steigern kann... aber ich bin sicher dass mit das Wetter demonstrieren wird wie das noch gesteigert werden kann... ;)
Während ihr wahrscheinlich in Deutschland friert, mit Jacken und Mützen rumlauft, schwitze ich in allem was ich anhabe, kann nachts nicht schlafen und bin inzwischen schon so braun geworden, wie ich es in Deutschland noch nie war. Wie ich es eigentlich noch nie in meinem Leben war... Die Fahrt in die Arbeit macht so noch mehr Spaß, am liebsten mag ich das schmatzende Geräusch, wenn man aus dem Bussitz aufsteht und das Top und die Hose sich wieder vom Sitz lösen... sehr angenehmes Gefühl :D
So richtig heiß ist es aber auch erst seit einer Woche ungefähr. Wir schlafen mit Ventilator und reißen abends alle Fenster auf, so lässt es sich ein bisschen aushalten. Naja das kann ich grade gut sagen, wo die kühle Nach-Gewitter-Regen-Luft ins Zimmer strömt und man endlich mal wieder durchatmen kann. Aber ich will mich nicht beschweren, hier ist das eben so, und es gefällt mir ja eigentlich auch :) So kann man auch nachts um elf noch mit Top durch die laue Nachtluft wandern, und außerdem hat man immer ein Gesprächsthema, denn die Argentinier reden mindestens genauso viel übers Wetter wie die Deutschen ;)
Soweit mal zur aktuellen Situation. Heute habe ich Deutsch gemacht, gekocht und Kinderprogramm gehabt. Die Kinder haben mich ein bisschen genervt, aber es war auszuhalten. In der Küche war es eigentlich nicht auszuhalten, ich weiß schon warum im Sommer dort nicht gekocht wird. Wir haben uns dann rausgesetzt als alles im Topf vor sich hin kochte, und dann war es okay. Ich trinke einfach Unmengen von Wasser (noch mehr als vorher) und stelle mich in jeden Luftzug der auftaucht. Und ab und zu Wasser ins Gesicht und über die Haare tut auch ganz gut :)
Das war's zum Aktuellen. Jetzt mal zu dem, was ihr 'verpasst' habt, während ich zu beschäftigt war um Blog zu schreiben. ;)
22 Tage ohne.
22 Tage ohne. Klingt ganz schön viel. 22 Tage ohne Schokolade. 22 Tage ohne Regen. 22 Tage ohne Pause. 22 Tage ohne Rebekka. 22 Tage ohne Blog.
Jaja. Die Zeit vergeht so dermaßen sauschnell, ich hab manchmal echt keine Ahnung wie ich so notwendige Sachen wie Schlafen, Duschen, Wäsche waschen, Essen oder Aufräumen noch in meinem Tag unterbringen soll. Da kommen E-Mails oder Blog schreiben natürlich erst recht zu kurz.
Aber ab heute wird alles anders. Mal wieder ;) Mein Rundbrief ist fertig und abgeschickt, es ist offiziell Adventszeit, bald ist mein vierter Monat hier vorbei. Und ihr habt schon lange nichts von mir gehört. Deshalb ist heute der Tag dafür, das zu ändern!
Danke für eure Geduld bis jetzt (ist ja nicht so dass ihr viel dagegen tun könntet wenn ich nichts schreibe :D) und viel Spaß mit einem weiteren Stück meines Lebens!
Jaja. Die Zeit vergeht so dermaßen sauschnell, ich hab manchmal echt keine Ahnung wie ich so notwendige Sachen wie Schlafen, Duschen, Wäsche waschen, Essen oder Aufräumen noch in meinem Tag unterbringen soll. Da kommen E-Mails oder Blog schreiben natürlich erst recht zu kurz.
Aber ab heute wird alles anders. Mal wieder ;) Mein Rundbrief ist fertig und abgeschickt, es ist offiziell Adventszeit, bald ist mein vierter Monat hier vorbei. Und ihr habt schon lange nichts von mir gehört. Deshalb ist heute der Tag dafür, das zu ändern!
Danke für eure Geduld bis jetzt (ist ja nicht so dass ihr viel dagegen tun könntet wenn ich nichts schreibe :D) und viel Spaß mit einem weiteren Stück meines Lebens!
Dienstag, 8. November 2011
Schreibblockade
Wie der Titel schon sagt: Ich habe eine Schreibblockade.
Wenn das hier eine Erlebniserzählung wäre hätte ich jetzt schon den Spannungsbogen ruiniert, aber eine spannende fantasievolle Geschichte zu schreiben wurde mir zum Glück schon in der sechsten Klasse verboten und ausgetrieben. Daher schreibe ich nur noch Sachen bei denen alle schon vorher wissen um was es gehen wird. So. :D
Ja. Irgendwie habe ich keine Ruhe, keine Muse, keine Zeit und keine Lust zu schreiben. Ein sehr ungünstiger Zeitpunkt, denn es ist Zeit meinen ersten Rundbrief zu schreiben. Aber vor der Datei mit dem Namen '1. Rundbrief' saß ich jetzt schon viele Male und habe auf den leeren Bildschirm gestarrt, ohne am Ende ein Ergebnis zu haben. Es passiert einfach zu viel Unbeschreibliches hier, und im Moment fällt es mir schwer, alles in Worte zu fassen.
Heute ist ein sehr guter Tag. Ich habe die beste Laune und habe heute nur tolle Sachen erlebt. Zuerst habe ich mit einem Freund von mir Deutsch gelernt, denn er wird im Februar für ein Jahr nach Deutschland gehen und hat mich um Hilfe beim Sprachelernen gebeten. Da sag ich nicht Nein, so verbringe ich noch mehr Zeit im barrio, rede spanisch, sehe Leute, und außerdem ist es auch sehr spannend, die deutsche Sprache aus der Sicht eines Nicht-Muttersprachlers zu betrachten.
Danach war manos con colores. Alle zwei Wochen arbeite ich ja am Dienstag erst ab fünf, weil da Katha kocht. Und ich koche die andere Woche. Die Regelung ist sehr gut, weil wir beide in der Küche zum Helfen einfach zu viele sind. Ich mache auch so, wenn nur ich als Helferin noch da bin, eigentlich die meiste Zeit nur Mate :D Und außerdem habe ich so jeden zweiten Dienstag den halben Tag für mich und kann irgendwas anderes machen oder erledigen. Auf jeden Fall hatte ich deshalb heute nur Kinderprogramm. Und es war sehr schön :) Erst haben wir draußen gespielt, und ich musste mal wieder eine Stunde lang Seilschwingen... aber heute hat es mir gar nicht so viel ausgemacht. Außerdem stand ich im Schatten und musste mich nicht viel bewegen. Es war nämlich heute SO warm, und nicht irgendwie schön, sondern hässlich schwül-warm. Inzwischen habe ich noch mehr Angst davor wie ich den Sommer überstehen soll... aber gut, hat noch jeder Voluntär hier überstanden... ;) Und es ist auch schön, aus dem Haus zu gehen und zu wissen, dass es die ganze Zeit über warm sein wird, dann muss man nicht immer irgendwelche Jacken mitschleppen oder sowas in der Art.
Seit dem Seilschwingen habe ich auch eines der Lieder im Kopf. Es geht so:
a la abcerario empieza así (das ABC beginnt so):
A B C D und so weiter. Man sagt so lange das ABC bis das Kind beim Springen 'verliert' also sich verheddert oder nicht hoch genug springt. Dann sucht man einen Namen mit diesem Buchstaben, das ist die Person die das Kind heiraten wird. Dann geht's weiter:
[Name] y [Name] se van a casar. (werden heiraten)
abajo un puente se van a besar. (unter einer Brücke werden sie sich küssen)
que sí. que no. que sí. que no. (ja. oder nein.) Und immer so weiter solange bis das Kinder verliert.
Wenn es bei 'que no' verliert, ist das Spiel vorbei und das nächste Kind dran. Bei 'que sí' geht es weiter:
[ein wort das ich vergessen habe] casada soltera enamorada con hijo sin hijo no puede vivir (verheiratet, solo, verliebt, mit Kindern ohne Kinder kann man nicht leben)
con uno, con dos, ... Es wird solange Kinder gezählt die man haben wird bis das springende Kind verliert. Und danach ist das Spiel dann auch wirklich aus. ;)
Ja das ist in meinem Kopf. Und geht nicht mehr raus :)
Ja und weiter bei der Aktivität. Sind wir dann reingegangen. Wir haben letzte Woche Gruppen getauscht, ich bin jetzt nicht mehr bei den ganz Kleinen sondern bei den Großen (10-12 Jahre). Mit denen gab es immer wieder Schwierigkeiten, sie waren laut und wollten das Geplante nicht machen, haben auch auf mich sehr empfindlich reagiert, im Sinne dass sie nicht normal geredet haben, immer nur auf blöd gemacht haben... solche Sachen. Aber heute und auch schon am Freitag war das alles gar nicht so. Sie waren sehr lieb und wollten dass ich mitspiele und haben sich mit mir unterhalten und waren einfach... cool. :) Okay man muss fairerweise sagen dass die 'Schlimmsten' heute nicht da waren, damit will ich sagen diejenigen die meistens Unruhe in die Gruppe bringen. Trotzdem hab ich mich gefreut :) Mal sehen wie das weitergeht, das ist jetzt wieder eine neue spannende Aufgabe bei der ich nicht weiß wie es rausgehen wird.
Ja. Schreibblockade gewaltsam ein Stückchen aufgebrochen, Mission erfüllt ;)
Noch kurz zu meiner letzten Woche, ich war leider ein paar Tage krank und dadurch wenig aktiv. Hat mich auch etwas frustriert, aber okay kann man nicht ändern. Aber die Kinder waren lieb und Arbeit hat Spaß gemacht. Am Samstagabend waren Katha und ich im barrio zu einer kleinen Live-Jamsession mit Schlagzeug und Gitarren und einfach gemütlichem Zusammensitzen eingeladen. Der Abend wurde die ganze Nacht und es war sehr toll, so viel zu reden und Leute kennenzulernen... achja. :)
Die Hitze kommt, und in unserer Wohnung kann man bald eine Sauna aufmachen. Mal sehen wie sich diese Sache weiter entwickelt.
Nos vemos al rato!
Wenn das hier eine Erlebniserzählung wäre hätte ich jetzt schon den Spannungsbogen ruiniert, aber eine spannende fantasievolle Geschichte zu schreiben wurde mir zum Glück schon in der sechsten Klasse verboten und ausgetrieben. Daher schreibe ich nur noch Sachen bei denen alle schon vorher wissen um was es gehen wird. So. :D
Ja. Irgendwie habe ich keine Ruhe, keine Muse, keine Zeit und keine Lust zu schreiben. Ein sehr ungünstiger Zeitpunkt, denn es ist Zeit meinen ersten Rundbrief zu schreiben. Aber vor der Datei mit dem Namen '1. Rundbrief' saß ich jetzt schon viele Male und habe auf den leeren Bildschirm gestarrt, ohne am Ende ein Ergebnis zu haben. Es passiert einfach zu viel Unbeschreibliches hier, und im Moment fällt es mir schwer, alles in Worte zu fassen.
Heute ist ein sehr guter Tag. Ich habe die beste Laune und habe heute nur tolle Sachen erlebt. Zuerst habe ich mit einem Freund von mir Deutsch gelernt, denn er wird im Februar für ein Jahr nach Deutschland gehen und hat mich um Hilfe beim Sprachelernen gebeten. Da sag ich nicht Nein, so verbringe ich noch mehr Zeit im barrio, rede spanisch, sehe Leute, und außerdem ist es auch sehr spannend, die deutsche Sprache aus der Sicht eines Nicht-Muttersprachlers zu betrachten.
Danach war manos con colores. Alle zwei Wochen arbeite ich ja am Dienstag erst ab fünf, weil da Katha kocht. Und ich koche die andere Woche. Die Regelung ist sehr gut, weil wir beide in der Küche zum Helfen einfach zu viele sind. Ich mache auch so, wenn nur ich als Helferin noch da bin, eigentlich die meiste Zeit nur Mate :D Und außerdem habe ich so jeden zweiten Dienstag den halben Tag für mich und kann irgendwas anderes machen oder erledigen. Auf jeden Fall hatte ich deshalb heute nur Kinderprogramm. Und es war sehr schön :) Erst haben wir draußen gespielt, und ich musste mal wieder eine Stunde lang Seilschwingen... aber heute hat es mir gar nicht so viel ausgemacht. Außerdem stand ich im Schatten und musste mich nicht viel bewegen. Es war nämlich heute SO warm, und nicht irgendwie schön, sondern hässlich schwül-warm. Inzwischen habe ich noch mehr Angst davor wie ich den Sommer überstehen soll... aber gut, hat noch jeder Voluntär hier überstanden... ;) Und es ist auch schön, aus dem Haus zu gehen und zu wissen, dass es die ganze Zeit über warm sein wird, dann muss man nicht immer irgendwelche Jacken mitschleppen oder sowas in der Art.
Seit dem Seilschwingen habe ich auch eines der Lieder im Kopf. Es geht so:
a la abcerario empieza así (das ABC beginnt so):
A B C D und so weiter. Man sagt so lange das ABC bis das Kind beim Springen 'verliert' also sich verheddert oder nicht hoch genug springt. Dann sucht man einen Namen mit diesem Buchstaben, das ist die Person die das Kind heiraten wird. Dann geht's weiter:
[Name] y [Name] se van a casar. (werden heiraten)
abajo un puente se van a besar. (unter einer Brücke werden sie sich küssen)
que sí. que no. que sí. que no. (ja. oder nein.) Und immer so weiter solange bis das Kinder verliert.
Wenn es bei 'que no' verliert, ist das Spiel vorbei und das nächste Kind dran. Bei 'que sí' geht es weiter:
[ein wort das ich vergessen habe] casada soltera enamorada con hijo sin hijo no puede vivir (verheiratet, solo, verliebt, mit Kindern ohne Kinder kann man nicht leben)
con uno, con dos, ... Es wird solange Kinder gezählt die man haben wird bis das springende Kind verliert. Und danach ist das Spiel dann auch wirklich aus. ;)
Ja das ist in meinem Kopf. Und geht nicht mehr raus :)
Ja und weiter bei der Aktivität. Sind wir dann reingegangen. Wir haben letzte Woche Gruppen getauscht, ich bin jetzt nicht mehr bei den ganz Kleinen sondern bei den Großen (10-12 Jahre). Mit denen gab es immer wieder Schwierigkeiten, sie waren laut und wollten das Geplante nicht machen, haben auch auf mich sehr empfindlich reagiert, im Sinne dass sie nicht normal geredet haben, immer nur auf blöd gemacht haben... solche Sachen. Aber heute und auch schon am Freitag war das alles gar nicht so. Sie waren sehr lieb und wollten dass ich mitspiele und haben sich mit mir unterhalten und waren einfach... cool. :) Okay man muss fairerweise sagen dass die 'Schlimmsten' heute nicht da waren, damit will ich sagen diejenigen die meistens Unruhe in die Gruppe bringen. Trotzdem hab ich mich gefreut :) Mal sehen wie das weitergeht, das ist jetzt wieder eine neue spannende Aufgabe bei der ich nicht weiß wie es rausgehen wird.
Ja. Schreibblockade gewaltsam ein Stückchen aufgebrochen, Mission erfüllt ;)
Noch kurz zu meiner letzten Woche, ich war leider ein paar Tage krank und dadurch wenig aktiv. Hat mich auch etwas frustriert, aber okay kann man nicht ändern. Aber die Kinder waren lieb und Arbeit hat Spaß gemacht. Am Samstagabend waren Katha und ich im barrio zu einer kleinen Live-Jamsession mit Schlagzeug und Gitarren und einfach gemütlichem Zusammensitzen eingeladen. Der Abend wurde die ganze Nacht und es war sehr toll, so viel zu reden und Leute kennenzulernen... achja. :)
Die Hitze kommt, und in unserer Wohnung kann man bald eine Sauna aufmachen. Mal sehen wie sich diese Sache weiter entwickelt.
Nos vemos al rato!
Mittwoch, 2. November 2011
und die kleinen Dinge.
Guten Morgen meine Lieben,
es ist kurz nach elf, ich habe einen entspannten Morgen verbracht, habe gelesen und auf dem Balkon in der Sonne gefrühstückt, und bevor ich mich jetzt dann auf den Weg in die Arbeit mache, gibt es da noch eine Sache, die ich gerne mit euch teilen würde.
Gestern habe ich im Kinderprogramm etwas erlebt, was ganz und gar nicht alltäglich war. Letzten Donnerstag habe ich in der Besprechung den Vorschlag eingebracht, in meiner Gruppe mit den Kleinen mit Kartoffelstempeln zu arbeiten. Meine Mama hat das früher ganz oft mit uns gemacht, für alle die das tatsächlich nicht kennen (ihr Armen ;) eine kurze Erklärung: Man halbiert Kartoffeln und schnitzt dann Figuren oder Bilder rein, was einem gerade einfällt. Das Ganze dann in Farbe getunkt und schon kann man ein Stempelbild machen. Wir haben damals (als ich noch ein kleines Mädchen war... ;D) mit dieser Technik ganz viele Tischdecken und ähnliches bestempelt. :)
Ich dachte mir das wäre mal was anderes. Der Vorschlag wurde auch angenommen, ich habe am Montag fleißig Stempel gemacht, was besser funktioniert hat als ich das angenommen hatte... habe mich auch nur fast richtig geschnitten, und das auch nur ein Mal :D Ich hatte dann ein Herz, eine Blume, eine Sonne, eine Wolke, einen Fisch, einen Jungen und ein Mädchen, einen Stern und ein Kreuz. Den ganzen Tag gestern war ich gespannt, wie die Aktion laufen würde, ob es den Mädels gefallen oder sie doch die Stempel beim ersten Versuch zerstören würden. Als ich ruhig angefangen habe, zu erklären was wir vorhaben, ist etwas passiert, womit ich niemals gerechnet hätte: Die Kinder wussten nicht, was Stempel sind.
Ich war erstmal ziemlich baff, nie im Leben hätte ich mir vorgestellt, dass die Kinder schlicht und einfach nicht wissen, was ein Stempel ist und was man damit machen kann. Da zeigt sich mal wieder, dass ich meine deutsche Sicht auf die Dinge und meine deutschen Ansprüche mitgebracht habe, denn mit Kindern in Deutschland wäre mir das sicher nicht passiert. Im Nachhinein kam ich mir ein bisschen blöd vor, dass ich an sowas nicht gedacht hatte, denn eigentlich ist es logisch: Woher sollen die Kinder auch Stempel kennen?
Gut, die Situation war dann anders als erwartet, aber dann habe ich eben erstmal erklärt, was ein Stempel ist und was man damit macht. Als sie einmal angefangen hatten, waren die Mädels auch echt begeistert und wollten immer mehr und mehr stempeln. Einige gingen etwas grob vor, weshalb zum Beispiel die Strahlen der Sonne sehr bald sehr zermatscht waren, aber dafür dass sie das erste Mal damit gearbeitet haben, ist es sehr gut gelaufen. Ich hab mich wirklich gefreut, dass ich den Kindern etwas neues zeigen konnte und sie dann auch Spaß daran hatten, das auszuprobieren! :)
Spannend wurde es nochmal, als die medianos, also die mittlere Gruppe (7-10 Jahre) gesehen hatten, was die Kleinen da machen, und wissen wollten, was das ist und ob sie das auch probieren dürfen. Also habe ich einem Kind nach dem anderen die Sache mit den Stempeln erklärt. Sie waren hellauf begeistert und wollten das selbst ausprobieren, da musste ich leider nein sagen weil sie ja selbst eine Aktivität gemacht haben. Ich habe dann stattdessen gesagt, dass sie ihre Gruppenleiter fragen sollen, ob sie auch mal stempeln können.
Ja, das war wirklich eine überraschende Wendung mit der ich nicht gerechnet habe. Aber es war sehr schön, die Begeisterung der Kinder zu sehen, und das mit einer Idee, die ich vorher noch für ziemlich normal und einfach gehalten habe. Es war eine kleine Sache, die mir Freude gemacht hat, die mir aber auch gezeigt hat, dass ich noch vorsichtiger sein muss mit meinen Ansichten und Erwartungen.
Na dann, ich werde mich mal fertigmachen und losgehen, meine Mitfreiwillige mag es nicht so wenn ich Zeit zu argentinisch auslege und zu spät komme, wenn wir uns zum gemeinsamen Fahren verabredet haben ;) (Katha, falls du das liest, ich schreibe es nur damit ich mich selbst noch mehr ermahne, pünktlicher zu sein!)
Nos vemos en un rato, Rebekka
es ist kurz nach elf, ich habe einen entspannten Morgen verbracht, habe gelesen und auf dem Balkon in der Sonne gefrühstückt, und bevor ich mich jetzt dann auf den Weg in die Arbeit mache, gibt es da noch eine Sache, die ich gerne mit euch teilen würde.
Gestern habe ich im Kinderprogramm etwas erlebt, was ganz und gar nicht alltäglich war. Letzten Donnerstag habe ich in der Besprechung den Vorschlag eingebracht, in meiner Gruppe mit den Kleinen mit Kartoffelstempeln zu arbeiten. Meine Mama hat das früher ganz oft mit uns gemacht, für alle die das tatsächlich nicht kennen (ihr Armen ;) eine kurze Erklärung: Man halbiert Kartoffeln und schnitzt dann Figuren oder Bilder rein, was einem gerade einfällt. Das Ganze dann in Farbe getunkt und schon kann man ein Stempelbild machen. Wir haben damals (als ich noch ein kleines Mädchen war... ;D) mit dieser Technik ganz viele Tischdecken und ähnliches bestempelt. :)
Ich dachte mir das wäre mal was anderes. Der Vorschlag wurde auch angenommen, ich habe am Montag fleißig Stempel gemacht, was besser funktioniert hat als ich das angenommen hatte... habe mich auch nur fast richtig geschnitten, und das auch nur ein Mal :D Ich hatte dann ein Herz, eine Blume, eine Sonne, eine Wolke, einen Fisch, einen Jungen und ein Mädchen, einen Stern und ein Kreuz. Den ganzen Tag gestern war ich gespannt, wie die Aktion laufen würde, ob es den Mädels gefallen oder sie doch die Stempel beim ersten Versuch zerstören würden. Als ich ruhig angefangen habe, zu erklären was wir vorhaben, ist etwas passiert, womit ich niemals gerechnet hätte: Die Kinder wussten nicht, was Stempel sind.
Ich war erstmal ziemlich baff, nie im Leben hätte ich mir vorgestellt, dass die Kinder schlicht und einfach nicht wissen, was ein Stempel ist und was man damit machen kann. Da zeigt sich mal wieder, dass ich meine deutsche Sicht auf die Dinge und meine deutschen Ansprüche mitgebracht habe, denn mit Kindern in Deutschland wäre mir das sicher nicht passiert. Im Nachhinein kam ich mir ein bisschen blöd vor, dass ich an sowas nicht gedacht hatte, denn eigentlich ist es logisch: Woher sollen die Kinder auch Stempel kennen?
Gut, die Situation war dann anders als erwartet, aber dann habe ich eben erstmal erklärt, was ein Stempel ist und was man damit macht. Als sie einmal angefangen hatten, waren die Mädels auch echt begeistert und wollten immer mehr und mehr stempeln. Einige gingen etwas grob vor, weshalb zum Beispiel die Strahlen der Sonne sehr bald sehr zermatscht waren, aber dafür dass sie das erste Mal damit gearbeitet haben, ist es sehr gut gelaufen. Ich hab mich wirklich gefreut, dass ich den Kindern etwas neues zeigen konnte und sie dann auch Spaß daran hatten, das auszuprobieren! :)
Spannend wurde es nochmal, als die medianos, also die mittlere Gruppe (7-10 Jahre) gesehen hatten, was die Kleinen da machen, und wissen wollten, was das ist und ob sie das auch probieren dürfen. Also habe ich einem Kind nach dem anderen die Sache mit den Stempeln erklärt. Sie waren hellauf begeistert und wollten das selbst ausprobieren, da musste ich leider nein sagen weil sie ja selbst eine Aktivität gemacht haben. Ich habe dann stattdessen gesagt, dass sie ihre Gruppenleiter fragen sollen, ob sie auch mal stempeln können.
Ja, das war wirklich eine überraschende Wendung mit der ich nicht gerechnet habe. Aber es war sehr schön, die Begeisterung der Kinder zu sehen, und das mit einer Idee, die ich vorher noch für ziemlich normal und einfach gehalten habe. Es war eine kleine Sache, die mir Freude gemacht hat, die mir aber auch gezeigt hat, dass ich noch vorsichtiger sein muss mit meinen Ansichten und Erwartungen.
Na dann, ich werde mich mal fertigmachen und losgehen, meine Mitfreiwillige mag es nicht so wenn ich Zeit zu argentinisch auslege und zu spät komme, wenn wir uns zum gemeinsamen Fahren verabredet haben ;) (Katha, falls du das liest, ich schreibe es nur damit ich mich selbst noch mehr ermahne, pünktlicher zu sein!)
Nos vemos en un rato, Rebekka
Freitag, 28. Oktober 2011
Alltag
Ja es ist wahr. Ich habe hier tatsächlich einen Alltag. Das kommt mir ziemlich komisch vor, denn ich habe hier quasi bei Null angefangen, mir ein Leben aufzubauen, und inzwischen bin ich schon so darin eingerichtet, dass ich von Alltag rede. Natürlich sind wenige Tage alltäglich, durch all die kleinen Sachen die jeden Tag mit den Kindern in der Arbeit, auf der Fahrt oder hier in Flores passieren. Trotzdem bestreite ich fünf Tage in der Woche meinen Arbeitsalltag. Manchmal mit mehr Lust, manchmal mit weniger... aber mindestens die Zeit im Projekt ist jeden Tag etwas besonderes, auch wenn ich vorher gar keine Lust hatte, überhaupt loszufahren.
Und damit ihr auch wisst, was ich jeden Tag mache: Hier kommt er. Mein Alltag.
Vier Tage die Woche fange ich um zwei an zu arbeiten. Am Donnerstag eine Stunde später, weil dir da kein Kinderprogramm, sondern den Planungstag dafür haben. Exemplarisch fange ich jetzt mit einem Mittwoch an, der ganz normal ist.
Mittwochs muss ich gegen halb eins in die Arbeit losfahren. Um viertel nach zwölf das Haus zu verlassen ist auf jeden Fall ratsam, wenn man einigermaßen pünktlich kommen will ;) Ich stehe meistens so um neun auf (manchmal auch später, hängt von allen möglichen Faktoren ab), dusche und frühstücke und schreibe E-Mails. Manchmal erledige ich auch noch einige Sachen, Lavadero (Wäscherei), Geld holen, Einkaufen... was es da eben so gibt. Ungefähr um 12.15 Uhr verlasse ich dann das Haus, mit Wasser und einem Brot im Gepäck und der täglichen Checkliste: Handy Geld Schlüssel. Wenn ich diese drei Dinge habe kann ich immer beruhigt aus dem Haus gehen, auch wenn ich alles andere was ich unbedingt mitnehmen wollte vergessen hätte :D
Dann laufe ich 7 oder 8 cuadras (hab sie nie gezählt) Richtung der großen Parallelstraße zu meiner Straße, bis zum Plaza Flores, wo die Zugstation ist. Vorher gehe ich bei der zweiten Freiwilligenwohnung vorbei und hole Katha ab. Dann laufen wir zur Estación. Dort angekommen, muss ich erstmal bei der boletería ein Ticket kaufen (1,10 Pesos kostet die Fahrt, aber oft kriegt man mehr zurück weil sie kein Kleingeld haben; übrigens wieder eine Gelegenheit bei der man lügt, wenn man gefragt wird, ob man monedas, also Kleingeld, hätte!) Manchmal verpasst man in der Zeit, in der man für das Ticket ansteht, einen Zug, aber es ist eigentlich egal, denn der nächste kommt eh bald. Okay manchmal auch nicht so bald... aber das kann man nie vorher wissen. Also, mit seinem Ticket geht man dann durch die Drehkreuze, wobei sie meistens nicht funktionieren und somit ein Ticket, um durchzukommen, nicht wirklich nötig wäre. "No funciona - pasa con boleto" steht dann manchmal dran: "Funktioniert nicht - mit Ticket einfach durchlaufen" ist hierfür die nicht-autorisierte Übersetzung ;)
Dann warten wir auf den Zug, und wenn er kommt achten wir darauf, dass wir nicht bei einem dunkelblauen Waggon einsteigen, der keine Sitze hat. Dort sammeln sich Fußballfans, Raucher, diejenigen die im Zug Alkohol trinken wollen, aber auch noch einige richtig gruslige Gestalten. Fast nur Männer übrigens. Naja auf jeden Fall ist es nicht der Waggon, in den man als blonde ausländische Frau einsteigen will.
Dazu noch ein kleiner Fakt am Rande: Ich bin hier genauso eine rubia, also eine Blonde, wie alle anderen Europäerinnen, die auch nur annähernd hellbraune Haare haben. Ich mache inzwischen schon immer den Test und frage argentinische Männer, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Es steht ungefähr 45:1 für blond... wenn man alle Busfahrer mitzählt ;)
Gut aber weiter im Text. Wir fahren Zug, ungefähr 20 Minuten lang. Kommt auf den Zug und auf den Tag an, manchmal länger oder auch mal kürzer. Auf er Hinfahrt stehen wir meistens, weil zu dieser Zeit viele Leute unterwegs sind. Dabei gilt: Rucksack oder Tasche vorne tragen und sich in den Gang stellen, denn wenn dann jemand aufsteht bekommt man einen Platz. Wir fahren von flores bis nach Morón, das ist ein relativ großer Bahnhof wo viele Busse in die verschiedensten Richtungen abfahren. Wir müssen den Bahnübergang überqueren und noch ein cuadra laufen und sind an der parada für unseren Bus. Manchmal (ganz selten natürlich) kaufen wir auf dem Weg noch Kekse in einer panaderia, in der sie uns inzwischen schon kennen und wie alte Freunde begrüßen :D Ist aber auch gefährlich, wenn man es eilig hat, denn wenn nicht viel los ist verwickeln sie einen schnell in ein Gespräch und dann kommt man so schnell nicht weg...
Bevor wir uns in die Schlange für den Bus stellen, kaufen wir ein Ticket bei einem der jungen Männer in den blauen Uniformen, die dort vor den Bussen Tickets verkaufen, damit es beim Einsteigen nicht zu lange dauert wenn jeder erst am Automaten im Bus bezahlen muss. Außerdem spart man so monedas, denn bei den Ticketverkäufern kann man mit einem 2-Peso-Schein bezahlen. Wenn wir kommen sind fast immer die gleichen da, und sie kennen uns und fragen gar nicht mehr, welchen Tarif wir bezahlen. Irgendwann muss ich ihn mal auf 2 Peso draufdrücken lassen und dann eine andere Summe sagen... aber nein das wäre böse :D Also 2 Peso kostet unsere Fahrt.
Dann heißt es sich anstellen. Dort sind immer recht lange Schlangen, aber nicht alle die in einer Schlange stehen wollen in den selben Bus, daher entspannt sich das meist recht schnell. Im Bus kann man eigentlich immer sitzen, mir ist es bis jetzt erst einmal passiert dass ich die Hälfte der Fahrt stehen musste. Dann heißt es sich entspannen, denn die Busfahrt dauert fast eine dreiviertel Stunde. Wir gurken in den verschlungensten Routen durch wohlhabende Vororte, bis wir weiter raus in die ärmeren barrios kommen, und je nachdem ob es der Busfahrer eilig hat oder nicht wackelt es mehr oder weniger. Wenn wir über eine Brücke fahren, kommen wir ins barrio, und das ist das Zeichen, sich langsam zu sammeln, aufzuwachen, sein Buch oder seine Musik wegzupacken oder ähnliches. Am Anfang hatte ich immer Angst, zu spät auszusteigen und Gott weiß wo zu landen, aber inzwischen ist das alles kein großes Ding mehr. Naja, ich mach das ja auch jeden Tag fünf Tage die Woche...
Von der parada laufen wir noch ein paar cuadras bis zum Projekt (wobei cuadra fast falsch ist, da das barrio nicht offiziell gebaut wurde existiert auch kein richtiges cuadra-System). Krass, dass allein der Weg in die Arbeit so viel Platz zum Beschreiben einnimmt o.O Aber er ist nunmal ein wichtiger Teil meines Alltags, ob ich das nun mag oder nicht.
Im Projekt angekommen, werden erstmal alle begrüßt, die man auch nur annähernd kennt (oder auch nicht kennt, eigentlich). Ich gehe dann in die Küche, wo ich mittwochs helfe, und ziehe meine Schürze un meine Kopfbedeckung an (nein, davon gibt es kein Bild, und ich bin mir auch nicht sicher ob da im Laufe des Jahres noch eines entstehen wird...). Also natürlich erst nachdem Katha und ich ein Wettrennen zum Klo veranstaltet haben, nach zwei Stunden Weg im ruckeligen Bus ist es meist dringend ;D Katha macht mittwochs apoyo escolar, Nachhilfe, da helfe ich freitags. Aber egal, wir sind beim Mittwoch. In der Küche schäle ich (fast immer) zuerst Zwiebeln und Knoblauch, dann Karotten und Kartoffeln. Dann schneide ich das ganze Zeug, das ich vorher geschält habe. Im Großen und Ganzen ist das Kochen nicht wirklich spannend, und inzwischen kenne ich auch schon alle Gerichte die gekocht werden. Die Frauen tratschen, an manchen Tagen verstehe ich mehr und an manchen weniger. Wenn alles im Topf ist und kochen muss, trinken wir Mate und tratschen noch mehr. Also ich rede eher weniger sondern serviere leise den Mate ;)
Um fünf geht dann manos con colores los, das tägliche Kinderprogramm. Von fünf bis sechs spielen wir draußen, mit Bällen und Seilen oder was den Kindern noch so einfällt. An guten Tagen spielen wir 21 auf den Basketballkorb oder Fangen oder ähnliches, an schlechten Tagen muss ich eine Stunde lang Seilschwingen weil die Mädels nicht genug davon kriegen -.- Nach dem Jahr werde ich entweder ein Seiltrauma oder einen Tennisarm haben. Oft renne ich auch Kindern hinterher, die wo sind wo sie nicht sein sollten, oder schlichte irgendwelche Konflikte. Um sechs geht's rein, alle Kinder müssen Hände waschen und sich dann an den Tisch setzen. Das geht manchmal recht reibungslos, wenn alle ihren verrückten Tag haben aber auch mal nicht. Dann kriegt jeder einen Becher, und es wird Tee und leche (Kakao) ausgeschenkt. Außerdem kriegen die Kinder Kekse, manchmal auch tortas fritas oder sowas. Die Sache nennt sich merienda und dauert immer so mas o menos 20 Minuten. Danach teilt sich die Gruppe, in grandes (10-12 Jahre), medianos (7-10 Jahre) und pequeñas (4-6 Jahre) und in jeder kleineren Gruppe wird was gebastelt oder eine andere Aktivität durchgeführt. Ich arbeite seit fast zwei Monaten mit den Kleinsten, aber nächste Woche werden Gruppen getauscht. Mal sehen wo ich dann lande.
Um sieben geht die Abholerei los, und bis alle Kinder weg sind dauert es meistens bis viertel nach sieben oder noch länger. Wenn nur noch wenige Kinder da sind und aufs Abholen warten, räumen wir auf, schließen Schränke und Zimmer ab und machen uns fertig zum Aufbruch (das heißt: Klo, Jacken anziehen, Sachen zusammensammeln). Dann werden Katha und ich von zwei unserer Kollegen/Freunde zur parada gebracht, damit wir nicht alleine abends durchs barrio laufen. Dieser Weg ist oft der lustigste Teil des Tages, weil es ruhig genug ist, dass man einfach mal ein vernünftiges Gespräch führen kann, denn während der Arbeit ist viel zu viel Trubel als dass man ernsthaft viel spanisch reden könnte. Also man sagt halt immer nur das Gleiche, oder es dreht sich immer nur um das gleiche Thema. Deshalb ist dieser Weg zur parada gut zum Reden geeignet. Manchmal warten auch noch mehr Leute auf uns, wenn wir aus dem Projekt kommen, und begleiten uns mit zur parada... ich hab das Gefühl das wird immer mehr ein Event :D Alle wissen, abends gegen halb acht werden die Deutschen an die Hand genommen und zur Haltestelle geführt! :D
Dann heißt es warten, manchmal kommt der Bus ganz schnell, manchmal dauert es auch ziemlich lange. Dabei gilt die Regel: Wenn es viel zu reden gäbe und ich nicht nach Hause fahren will, kommt der Bus bestimmt fast sofort, und wenn ich unbedingt schnell nach Hause will, stehen wir gut 20 Minuten dort. Ist doof, aber ich mache die Regeln in dieser Stadt nicht... (Grundsätzlich kommt auch der Bus, den du brauchst wenn du es eilig hast, ewig nicht, aber wenn die richtige Nummer dann kommt dann mindestens gleich zwei Busse hintereinander!)
Auch hier können wir uns meistens gleich hinsetzen, aber wenn nicht dauert es nur bis zur Brücke bis fast alle Plätze frei sind. So spät fährt fast niemand mehr aus dem barrio raus. Die Fahrt ist meistens recht ruhig, einer schläft oder hört Musik, der andere macht irgendwas... am Anfang reden wir meistens über den Tag und die Arbeit, aber das Thema ist irgendwann erschöpft.
Rechtzeitig aussteigen tun wir jetzt immer, dann laufen wir zum Bahnhof. Dort heißt es wieder boleto kaufen und auf den Zug warten. An diesem Bahnhof kann man fast 10 Minuten vorher sehen, dass der Zug kommt, weil er immer angeschlichen kommt mit gleißenden Scheinwerfern. Warum er da so langsam fährt habe ich noch nicht rausgefunden, vielleicht ist Zugführerwechsel oder sowas... abends kann man im Zug auch meistens sitzen, zumindest nach ein paar Haltestellen. Ich sitze ziemlich viel an so einem Tag, und es tut meinem Rücken nicht unbedingt gut, aber Stehenbleiben ist noch schlimmer, weil es ein ständiger Kraftakt ist, einigermaßen ruhig stehen zu bleiben.
Wenn wir in Flores ankommen, ist es schon dunkel. Dann noch heimlaufen, und dann ist der Tag fast vorbei. Ich komme immer so um neun rum in meiner Wohnung an. Manchmal haben meine Mitbewohner dann gekocht, manchmal suche ich mir noch was zu essen zusammen. Dann mache ich meistens meinen PC nochmal an, oder dusche, oder bereite was für die Arbeit vor. Und dann heißt es schlafen.
Ja. Das war ein ziemlich normaler Tag. Hier noch mein Stundenplan:
Montag: frei
Dienstag: alle zwei Wochen ab 14.00 Uhr cocina, sonst ab 17.00 Uhr manos con colores
Mittwoch: 14.00 Uhr cocina + 17.00 Uhr manos
Donnerstag: 15.00 Uhr reunión zur Planung für manos con colores, 17.00 Uhr manos mit den Jugendlichen (anders als das Kinderprogramm den Rest der Woche)
Freitag: 14.00 Uhr apoyo escolar + 17.00 Uhr manos; an diesem Tag fahre ich alleine weil Katha frei hat
Samstag: 10.00 Uhr Anwesenheit (oder ein bisschen später ;), ab 11.00 Uhr encuentro de pibes = christliches Kinderprogramm, 13.00 Uhr Planung für nächsten Samstag, 17.00 Uhr Jugendgruppe
So das war so ziemlich alles aus meiner Arbeitswoche. Ist ganz schön viel geworden, aber ich wollte was zu tun haben, ich hab mich alleine gefühlt. Konrad ist in Uruguay, Carina ist unterwegs, und als ich heimkam war niemand da. Daher hab ich erstmal Pfannkuchen gemacht (viel mehr war auch nicht mehr da) und mir dann eine Beschäftigung gesucht. Das Radio läuft auch die ganze Zeit, so kann ich mir einbilden einen Gesprächspartner zu haben :D Nein so schlimm ist es nicht, und ich sollte jetzt eh schlafen gehen, muss morgen um sieben aufstehen. Blöde Sache ist nur, dass in meinem Zimmer das Licht nicht geht. Vorhin ging es nicht, dann wollte ich eine neue Glühbirne reinmachen und habe gleich mal die Sicherung rausgehaun... dann habe ich gesehen dass ein Draht durchgeschmort ist, hat auch ziemlich gefunkt bevor das Licht wieder ausging. Muss ich morgen bei Tageslicht mal schauen, was da passiert ist. Vamos a ver.
Gut ich geh dann mal schlafen. Jetzt nachdem ihr endlich einigermaßen ausführlich wisst, wie mein normaler Tag aussieht ;)
Buenas noches!
Und damit ihr auch wisst, was ich jeden Tag mache: Hier kommt er. Mein Alltag.
Vier Tage die Woche fange ich um zwei an zu arbeiten. Am Donnerstag eine Stunde später, weil dir da kein Kinderprogramm, sondern den Planungstag dafür haben. Exemplarisch fange ich jetzt mit einem Mittwoch an, der ganz normal ist.
Mittwochs muss ich gegen halb eins in die Arbeit losfahren. Um viertel nach zwölf das Haus zu verlassen ist auf jeden Fall ratsam, wenn man einigermaßen pünktlich kommen will ;) Ich stehe meistens so um neun auf (manchmal auch später, hängt von allen möglichen Faktoren ab), dusche und frühstücke und schreibe E-Mails. Manchmal erledige ich auch noch einige Sachen, Lavadero (Wäscherei), Geld holen, Einkaufen... was es da eben so gibt. Ungefähr um 12.15 Uhr verlasse ich dann das Haus, mit Wasser und einem Brot im Gepäck und der täglichen Checkliste: Handy Geld Schlüssel. Wenn ich diese drei Dinge habe kann ich immer beruhigt aus dem Haus gehen, auch wenn ich alles andere was ich unbedingt mitnehmen wollte vergessen hätte :D
Dann laufe ich 7 oder 8 cuadras (hab sie nie gezählt) Richtung der großen Parallelstraße zu meiner Straße, bis zum Plaza Flores, wo die Zugstation ist. Vorher gehe ich bei der zweiten Freiwilligenwohnung vorbei und hole Katha ab. Dann laufen wir zur Estación. Dort angekommen, muss ich erstmal bei der boletería ein Ticket kaufen (1,10 Pesos kostet die Fahrt, aber oft kriegt man mehr zurück weil sie kein Kleingeld haben; übrigens wieder eine Gelegenheit bei der man lügt, wenn man gefragt wird, ob man monedas, also Kleingeld, hätte!) Manchmal verpasst man in der Zeit, in der man für das Ticket ansteht, einen Zug, aber es ist eigentlich egal, denn der nächste kommt eh bald. Okay manchmal auch nicht so bald... aber das kann man nie vorher wissen. Also, mit seinem Ticket geht man dann durch die Drehkreuze, wobei sie meistens nicht funktionieren und somit ein Ticket, um durchzukommen, nicht wirklich nötig wäre. "No funciona - pasa con boleto" steht dann manchmal dran: "Funktioniert nicht - mit Ticket einfach durchlaufen" ist hierfür die nicht-autorisierte Übersetzung ;)
Dann warten wir auf den Zug, und wenn er kommt achten wir darauf, dass wir nicht bei einem dunkelblauen Waggon einsteigen, der keine Sitze hat. Dort sammeln sich Fußballfans, Raucher, diejenigen die im Zug Alkohol trinken wollen, aber auch noch einige richtig gruslige Gestalten. Fast nur Männer übrigens. Naja auf jeden Fall ist es nicht der Waggon, in den man als blonde ausländische Frau einsteigen will.
Dazu noch ein kleiner Fakt am Rande: Ich bin hier genauso eine rubia, also eine Blonde, wie alle anderen Europäerinnen, die auch nur annähernd hellbraune Haare haben. Ich mache inzwischen schon immer den Test und frage argentinische Männer, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Es steht ungefähr 45:1 für blond... wenn man alle Busfahrer mitzählt ;)
Gut aber weiter im Text. Wir fahren Zug, ungefähr 20 Minuten lang. Kommt auf den Zug und auf den Tag an, manchmal länger oder auch mal kürzer. Auf er Hinfahrt stehen wir meistens, weil zu dieser Zeit viele Leute unterwegs sind. Dabei gilt: Rucksack oder Tasche vorne tragen und sich in den Gang stellen, denn wenn dann jemand aufsteht bekommt man einen Platz. Wir fahren von flores bis nach Morón, das ist ein relativ großer Bahnhof wo viele Busse in die verschiedensten Richtungen abfahren. Wir müssen den Bahnübergang überqueren und noch ein cuadra laufen und sind an der parada für unseren Bus. Manchmal (ganz selten natürlich) kaufen wir auf dem Weg noch Kekse in einer panaderia, in der sie uns inzwischen schon kennen und wie alte Freunde begrüßen :D Ist aber auch gefährlich, wenn man es eilig hat, denn wenn nicht viel los ist verwickeln sie einen schnell in ein Gespräch und dann kommt man so schnell nicht weg...
Bevor wir uns in die Schlange für den Bus stellen, kaufen wir ein Ticket bei einem der jungen Männer in den blauen Uniformen, die dort vor den Bussen Tickets verkaufen, damit es beim Einsteigen nicht zu lange dauert wenn jeder erst am Automaten im Bus bezahlen muss. Außerdem spart man so monedas, denn bei den Ticketverkäufern kann man mit einem 2-Peso-Schein bezahlen. Wenn wir kommen sind fast immer die gleichen da, und sie kennen uns und fragen gar nicht mehr, welchen Tarif wir bezahlen. Irgendwann muss ich ihn mal auf 2 Peso draufdrücken lassen und dann eine andere Summe sagen... aber nein das wäre böse :D Also 2 Peso kostet unsere Fahrt.
Dann heißt es sich anstellen. Dort sind immer recht lange Schlangen, aber nicht alle die in einer Schlange stehen wollen in den selben Bus, daher entspannt sich das meist recht schnell. Im Bus kann man eigentlich immer sitzen, mir ist es bis jetzt erst einmal passiert dass ich die Hälfte der Fahrt stehen musste. Dann heißt es sich entspannen, denn die Busfahrt dauert fast eine dreiviertel Stunde. Wir gurken in den verschlungensten Routen durch wohlhabende Vororte, bis wir weiter raus in die ärmeren barrios kommen, und je nachdem ob es der Busfahrer eilig hat oder nicht wackelt es mehr oder weniger. Wenn wir über eine Brücke fahren, kommen wir ins barrio, und das ist das Zeichen, sich langsam zu sammeln, aufzuwachen, sein Buch oder seine Musik wegzupacken oder ähnliches. Am Anfang hatte ich immer Angst, zu spät auszusteigen und Gott weiß wo zu landen, aber inzwischen ist das alles kein großes Ding mehr. Naja, ich mach das ja auch jeden Tag fünf Tage die Woche...
Von der parada laufen wir noch ein paar cuadras bis zum Projekt (wobei cuadra fast falsch ist, da das barrio nicht offiziell gebaut wurde existiert auch kein richtiges cuadra-System). Krass, dass allein der Weg in die Arbeit so viel Platz zum Beschreiben einnimmt o.O Aber er ist nunmal ein wichtiger Teil meines Alltags, ob ich das nun mag oder nicht.
Im Projekt angekommen, werden erstmal alle begrüßt, die man auch nur annähernd kennt (oder auch nicht kennt, eigentlich). Ich gehe dann in die Küche, wo ich mittwochs helfe, und ziehe meine Schürze un meine Kopfbedeckung an (nein, davon gibt es kein Bild, und ich bin mir auch nicht sicher ob da im Laufe des Jahres noch eines entstehen wird...). Also natürlich erst nachdem Katha und ich ein Wettrennen zum Klo veranstaltet haben, nach zwei Stunden Weg im ruckeligen Bus ist es meist dringend ;D Katha macht mittwochs apoyo escolar, Nachhilfe, da helfe ich freitags. Aber egal, wir sind beim Mittwoch. In der Küche schäle ich (fast immer) zuerst Zwiebeln und Knoblauch, dann Karotten und Kartoffeln. Dann schneide ich das ganze Zeug, das ich vorher geschält habe. Im Großen und Ganzen ist das Kochen nicht wirklich spannend, und inzwischen kenne ich auch schon alle Gerichte die gekocht werden. Die Frauen tratschen, an manchen Tagen verstehe ich mehr und an manchen weniger. Wenn alles im Topf ist und kochen muss, trinken wir Mate und tratschen noch mehr. Also ich rede eher weniger sondern serviere leise den Mate ;)
Um fünf geht dann manos con colores los, das tägliche Kinderprogramm. Von fünf bis sechs spielen wir draußen, mit Bällen und Seilen oder was den Kindern noch so einfällt. An guten Tagen spielen wir 21 auf den Basketballkorb oder Fangen oder ähnliches, an schlechten Tagen muss ich eine Stunde lang Seilschwingen weil die Mädels nicht genug davon kriegen -.- Nach dem Jahr werde ich entweder ein Seiltrauma oder einen Tennisarm haben. Oft renne ich auch Kindern hinterher, die wo sind wo sie nicht sein sollten, oder schlichte irgendwelche Konflikte. Um sechs geht's rein, alle Kinder müssen Hände waschen und sich dann an den Tisch setzen. Das geht manchmal recht reibungslos, wenn alle ihren verrückten Tag haben aber auch mal nicht. Dann kriegt jeder einen Becher, und es wird Tee und leche (Kakao) ausgeschenkt. Außerdem kriegen die Kinder Kekse, manchmal auch tortas fritas oder sowas. Die Sache nennt sich merienda und dauert immer so mas o menos 20 Minuten. Danach teilt sich die Gruppe, in grandes (10-12 Jahre), medianos (7-10 Jahre) und pequeñas (4-6 Jahre) und in jeder kleineren Gruppe wird was gebastelt oder eine andere Aktivität durchgeführt. Ich arbeite seit fast zwei Monaten mit den Kleinsten, aber nächste Woche werden Gruppen getauscht. Mal sehen wo ich dann lande.
Um sieben geht die Abholerei los, und bis alle Kinder weg sind dauert es meistens bis viertel nach sieben oder noch länger. Wenn nur noch wenige Kinder da sind und aufs Abholen warten, räumen wir auf, schließen Schränke und Zimmer ab und machen uns fertig zum Aufbruch (das heißt: Klo, Jacken anziehen, Sachen zusammensammeln). Dann werden Katha und ich von zwei unserer Kollegen/Freunde zur parada gebracht, damit wir nicht alleine abends durchs barrio laufen. Dieser Weg ist oft der lustigste Teil des Tages, weil es ruhig genug ist, dass man einfach mal ein vernünftiges Gespräch führen kann, denn während der Arbeit ist viel zu viel Trubel als dass man ernsthaft viel spanisch reden könnte. Also man sagt halt immer nur das Gleiche, oder es dreht sich immer nur um das gleiche Thema. Deshalb ist dieser Weg zur parada gut zum Reden geeignet. Manchmal warten auch noch mehr Leute auf uns, wenn wir aus dem Projekt kommen, und begleiten uns mit zur parada... ich hab das Gefühl das wird immer mehr ein Event :D Alle wissen, abends gegen halb acht werden die Deutschen an die Hand genommen und zur Haltestelle geführt! :D
Dann heißt es warten, manchmal kommt der Bus ganz schnell, manchmal dauert es auch ziemlich lange. Dabei gilt die Regel: Wenn es viel zu reden gäbe und ich nicht nach Hause fahren will, kommt der Bus bestimmt fast sofort, und wenn ich unbedingt schnell nach Hause will, stehen wir gut 20 Minuten dort. Ist doof, aber ich mache die Regeln in dieser Stadt nicht... (Grundsätzlich kommt auch der Bus, den du brauchst wenn du es eilig hast, ewig nicht, aber wenn die richtige Nummer dann kommt dann mindestens gleich zwei Busse hintereinander!)
Auch hier können wir uns meistens gleich hinsetzen, aber wenn nicht dauert es nur bis zur Brücke bis fast alle Plätze frei sind. So spät fährt fast niemand mehr aus dem barrio raus. Die Fahrt ist meistens recht ruhig, einer schläft oder hört Musik, der andere macht irgendwas... am Anfang reden wir meistens über den Tag und die Arbeit, aber das Thema ist irgendwann erschöpft.
Rechtzeitig aussteigen tun wir jetzt immer, dann laufen wir zum Bahnhof. Dort heißt es wieder boleto kaufen und auf den Zug warten. An diesem Bahnhof kann man fast 10 Minuten vorher sehen, dass der Zug kommt, weil er immer angeschlichen kommt mit gleißenden Scheinwerfern. Warum er da so langsam fährt habe ich noch nicht rausgefunden, vielleicht ist Zugführerwechsel oder sowas... abends kann man im Zug auch meistens sitzen, zumindest nach ein paar Haltestellen. Ich sitze ziemlich viel an so einem Tag, und es tut meinem Rücken nicht unbedingt gut, aber Stehenbleiben ist noch schlimmer, weil es ein ständiger Kraftakt ist, einigermaßen ruhig stehen zu bleiben.
Wenn wir in Flores ankommen, ist es schon dunkel. Dann noch heimlaufen, und dann ist der Tag fast vorbei. Ich komme immer so um neun rum in meiner Wohnung an. Manchmal haben meine Mitbewohner dann gekocht, manchmal suche ich mir noch was zu essen zusammen. Dann mache ich meistens meinen PC nochmal an, oder dusche, oder bereite was für die Arbeit vor. Und dann heißt es schlafen.
Ja. Das war ein ziemlich normaler Tag. Hier noch mein Stundenplan:
Montag: frei
Dienstag: alle zwei Wochen ab 14.00 Uhr cocina, sonst ab 17.00 Uhr manos con colores
Mittwoch: 14.00 Uhr cocina + 17.00 Uhr manos
Donnerstag: 15.00 Uhr reunión zur Planung für manos con colores, 17.00 Uhr manos mit den Jugendlichen (anders als das Kinderprogramm den Rest der Woche)
Freitag: 14.00 Uhr apoyo escolar + 17.00 Uhr manos; an diesem Tag fahre ich alleine weil Katha frei hat
Samstag: 10.00 Uhr Anwesenheit (oder ein bisschen später ;), ab 11.00 Uhr encuentro de pibes = christliches Kinderprogramm, 13.00 Uhr Planung für nächsten Samstag, 17.00 Uhr Jugendgruppe
So das war so ziemlich alles aus meiner Arbeitswoche. Ist ganz schön viel geworden, aber ich wollte was zu tun haben, ich hab mich alleine gefühlt. Konrad ist in Uruguay, Carina ist unterwegs, und als ich heimkam war niemand da. Daher hab ich erstmal Pfannkuchen gemacht (viel mehr war auch nicht mehr da) und mir dann eine Beschäftigung gesucht. Das Radio läuft auch die ganze Zeit, so kann ich mir einbilden einen Gesprächspartner zu haben :D Nein so schlimm ist es nicht, und ich sollte jetzt eh schlafen gehen, muss morgen um sieben aufstehen. Blöde Sache ist nur, dass in meinem Zimmer das Licht nicht geht. Vorhin ging es nicht, dann wollte ich eine neue Glühbirne reinmachen und habe gleich mal die Sicherung rausgehaun... dann habe ich gesehen dass ein Draht durchgeschmort ist, hat auch ziemlich gefunkt bevor das Licht wieder ausging. Muss ich morgen bei Tageslicht mal schauen, was da passiert ist. Vamos a ver.
Gut ich geh dann mal schlafen. Jetzt nachdem ihr endlich einigermaßen ausführlich wisst, wie mein normaler Tag aussieht ;)
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