Freitag, 26. August 2011

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So. Es ist halb elf, ich ich bin zurück von meinem ersten Arbeitstag in der Casa San Pablo.
Aber alles schön der Reihe nach:

Am Mittwoch gab es die große Verabschiedungsrunde und wir haben uns alle auf den Weg an unsere Stellen gemacht. Das war sehr traurig, sich schon wieder zu verabschieden und sich von Menschen zu trennen, mit denen ich in den letzten zwei Wochen viel erlebt und auch durchgestanden habe. Aber okay, es war der nächste Schritt in die richtige Richtung. Pläne für Besuche und Urlaube wurden auch schon geschmiedet, also haben wir ja was auf das wir uns freuen können :)
Carina, Konrad und ich sind mit einem Taxi nach Belgrano gefahren, zum Büro der IERP. Im Haus in dem das Büro ist gibt es auch ein Gästehaus, in dem wir die nächste Woche wohnen werden, bis wir in unsere endgültigt Wohnung in Flores einziehen können. Die Wohnung wird erst im September frei und muss noch eingerichtet werden, deshalb wohnt unsere WG jetzt übergangsweise hier in Belgrano. Gerade sitze ich in der Küche, in unserer echten Küche mit echten Tellern (keinen aus Plastik) und echten Töpfen und einer Mikrowelle und einem modernen gut funktionierenden Herd <3 In der ISEDET war es ja mit der Küche nicht mehr lange auszuhalten... zum Glück sind wir jetzt hier.
Das ist die Küche. Den Rest der Wohnung muss man sich so vorstellen: Vier Schlafzimmer mit jeweils zwei Betten, dazu zwei Bäder (eins mit Badewanne!), eine Küche und eine Art Wohnzimmer mit Sofa und großem Tisch. Außerdem gibt's noch einen Balkon. Grade haben wir alles für uns, aber es kann sein dass in eines der anderen Zimmer bald wieder jemand einzieht der zu Besuch ist. Mir gefällt es hier wirklich gut, es ist schön ein echtes festes Zuhause zu haben ;)

Gestern, also am Donnerstag, musste ich nicht arbeiten und habe mir einen wunderschönen entspannten Gammeltag gemacht. Ausschlafen, ohne Zeitdruck und mit heißem Wasser duschen, danach in Ruhe frühstücken... den Rest des Tages hab ich auf dem Sofa verbracht und mit Familie und Freunden gechattet. So ein Tag war mal nötig. An dieser Stelle mal an alle, die das lesen und mit denen ich noch nicht 'persönlich' chatten oder E-Mails schreiben konnte, einen ganz lieben Gruß! Danke dass ihr an mich denkt und euch interessiert was ich mache, es tut gut zu wissen wie viele Menschen hinter einem stehen.

Heute habe ich dann wieder ein bisschen ausgeschlafen und bin danach hoch zu Ricardo ins Büro. Ricardo ist unser Mentor und der 'Papa' für alle Freiwilligen (und er macht wirklich einen guten Job, danke! :). Wir haben Tee getrunken und ein bisschen gequatscht, danach war ich einkaufen (in der Sonne, heute war es mal nicht so kalt :) und dann hab ich noch nach Steinhof telefoniert ob alles okay ist, das war wirklich schön. Um drei kam dann Diego aus der Casa San Pablo und hat mich abgeholt, um mir den Weg zu zeigen. Der Weg zur Arbeit ist sehr lang, das ist ein bisschen nervig... ich fahre erst Subte, dann Zug und dann Bus. Aber okay, kann man nicht ändern, morgen nehme ich mir was zum Lernen und Musik mit.
In der Casa hab ich dann beim Nachmittagskinderprogramm mitgemacht. Die Kinder sind meistens sehr lieb und freuen sich, dass ich da bin. Nur wenn sie so schnell reden kann ich wenig verstehen und dann haben sie angefangen, sich über mich lustig zu machen... naja, so muss das wohl am Anfang sein :D Wir haben zuerst draußen im patio (im Hof) Seilhüpfen und Fangen gespielt und danach gab's Tee und Kekse.
Gebastelt habe ich dann mit den kleinen niñas, das war einfacher weil sie lieber und auch noch schüchterner sind. Wir haben unsere Hände auf Papier gemalt und sie dann bunt ausgemalt.
Dann war das Programm auch schon vorbei, wir haben noch kurz geredet bis alle Kinder weg waren (bzw. alle haben geredet und ich habe versucht, zu verstehen um was es geht ;) und dann wurde ich zur Bushaltestelle gebracht und in den Bus gesetzt. Den Weg mit Zug und Subte bin ich dann ganz alleine gefahren, und es ist alles gut gegangen und ich bin sicher angekommen. Darauf bin ich schon ein bisschen stolz :) Ich finde mich jetzt schon relativ gut in der Stadt zurecht.

Achja, stolz bin ich übrigens auch wegen gestern: Ich habe gekocht und es wurde für gut befunden! Jajaa, meine lieben Geschwister, da schaut ihr. Nicht alle denken dass ich so eine Niete in der Küche bin :P
Morgen früh fahre ich wieder ins Projekt, dann wird meine Mitfreiwillige auch da sein. Ich schreibe bald wieder, aber jetzt muss ich erstmal duschen und dann ins Bett... man glaubt gar nicht, wie anstrengend diese ständige Konzentration ist. Aber ich verstehe ja schon sehr viel, das freut mich wirklich.

Heute war ein guter Tag, hoffentlich folgen noch viele von denen! :)
Un abrazo, Rebekka

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